Waldgeflüster

Dienstag, 3. Mai 2016

Auf den Spuren von Ceridwen und Taliesin

Beinahe schon hatte ich es vergessen. Wie sehr es mich doch einst berührt hat. Und doch habe ich es vergessen. Wie kann das nur sein ? 
Als wäre ich aus einem schlechten Traum jäh erwacht, dem Traum des "wahren Lebens", 
erschienen mir wieder Bilder aus einer anderen Zeit, einer anderen Welt. Einer schönen, aber vielleicht unwirklichen Welt. Aus ihr heraus, auf den Spuren Taliesins und Ceridwens, lasse ich Euch herzliche Grüße zukommen !


Das Bild zeigt eine kleine Hütte am Taliesin Monument in Nordwales, dem Land der Druiden. 
Nur wenige -zig Kilometer entfernt vom Mynydd Mawr in Snowdonia und dem Örtchen Llanfairpwllgwyngyllgogerychwyrndrobwllllantysiliogogogoch.
In einer solchen Hütte könnte ganz bescheiden und zurückgezogen der große Barde Taliesin gelebt haben.
Wenn man ganz still wird und leise lauscht kann man auch die Hexe Ceridwen nach
ihm rufen hören; ihr beider Geist wirkt noch heute in den Hügeln rings umher.


Ginster und Heidekraut am See gleich hinter der Hütte.
Llyn Geirionydd heißt der eher schwer zugängliche Ort.
Hier lebte und starb Taliesin, so die Sage, etwa im 5./6. Jahrhundert nach Christus.
Er soll Merlin gekannt haben, ja in mancher Hinsicht Merlins Lehrer gewesen sein.



An den Wurzeln einer Eberesche wie dieser saß Taliesin wohl oft, dachte nach und schrieb seine Dichtungen.
Rechts im Hintergrund versteckt das Taliesin Monument.



Schwebende Eichen. Treffpunkt der Druiden in heutiger Zeit am großen Lake Bala (Llyn Tegid),
ebenfalls ein Ort des Wirkens der Ceridwen, deren Elternhaus am See lag.


Das "book of taliesin" (llyfr Taliesin) mit seinen Gedichten, in walisischer und englischer Sprache und in digitaler Form, könnt Ihr Euch hier im Klartext ansehen

Eine liebevoll eingescannte Version gibt es online auf den Seiten der National Library of Wales

Treffen zwischen Merlin und Taliesin werden hier beschrieben, in Google Books "Cernunnos: vom Schamanen zum Druiden Merlin"

Und die "Vita Merlini" aus dem Jahr 1050 von Geoffrey von Monmouth.


Gehabt Euch wohl,
Euer ilfur