Waldgeflüster

Montag, 26. Oktober 2015

Samhain Gedicht

Samhain- die Realität verschwimmt



Schwarze Nacht, Nebel Nacht
zitternd wandle ich durch die dunklen Straßen
die vergilbten Blätter rauschen , zischen
werfen wilde Schatten auf den Boden!
Wilde Fratzen, wüste Gesichter.
Des Windes kalter Atem weht
totes Laub von kraftlosen Bäumen.
Hört ihr wie es ächzt und kracht?
Lebloses geäst fällt stumpf zu Boden
zerspringt in 1000 Teile. 
Einstiges grünes Leben
ist jetzt dem Untergang geweiht!
Der Tot schwingt seine Sichel! 
Nimmt mit, was ihm vor die Sense kommt!
Hört ihr das Raunen? Sind es die Blätter im Wind?
Höre ich Stimmen? Sind es die Verstorbenen
sind es die Untoten?
Alte Geschichten erzählen davon! Ich habe sie
ein ums andere Mal gehört!
Sie kehren Heim, in dieser Nacht!
Die Alten, verstorbenen, vergessenen Seelen.
Unsere Ahnen!
War da ein Schatten? Ich gehe schneller
der Regen fällt auf meine pochenden Wangen!
Großvater bist Du es? Kommst Du mich holen?
Der Wind wird stärker, das Laub flüstert seltsame Worte.
Etwas zieht mich, lässt mich taumeln.
Ich gehe schneller! Da war doch ein Licht?
Waren das leuchtende Augen? Ich weiß es nicht!
Mein Herz pocht wild. 
Immer wilder werden die tanzenden, leidenden, jaulenden Fratzen.
Was war das? Wer fasst mich an? 
Kalt! Mir wird so kalt!
Bitte holt mich nicht!
Mir wird schwindelig. Ich falle.
"Komm, tanze mit uns im Knochenfeuer!"
höre ich deutliche Worte- oder war es der Wind?
Wo bin ich? Meine Ahnen, bin ich bei euch?
Bin ich auf der anderen Seite?
Ich weiß es nicht!
Und heute Nacht ist es auch egal!
Ich tanze mit ihnen auf Asche um das Knochenfeuer!
Mit denen die lange vor uns hier waren!
In dieser Nacht!
In dieser einen schwarzen, nebligen Nacht!

(by Fenni) 


Blessed Samhain!



Knochenfeuer