Waldgeflüster

Samstag, 3. Oktober 2015

Blutmond 2015

Blutmond, das klingt irgendwie unheimlich. Supermond, auch das scheint etwas ganz Besonderes zu sein. Riesig und blutrot soll der Mond am Montag früh (28.09.2015) gewirkt haben, oder doch nur ein wenig vergrößert und irgendwie bräunlich... aber was genau ist denn geschehen, was war so besonders an dem Super-Blutmond?

So kennt man den Vollmond normalerweise... voll und hell-weiß.

Es kamen zwei Phänomene zusammen, und zusammengenommen machten die ein sehr seltenes Phänomen aus. Eine totale Mondfinsternis sorgt dafür, daß der Mond, obwohl eben noch schön voll, innerhalb weniger Stunden zur Sichel wird und schließlich fast ganz verschwindet - er bleibt sichtbar, aber nur im roten Dämmerlicht der Beleuchtung durch die Erde, in deren Schatten er sich begeben hat.

Schaurig-schön: eine Mondsichel,
obwohl nur Stunden vorher noch Vollmond herrschte!

Farbspiel: in den Erdschatten größtenteils -aber nicht ganz- eingetaucht kann man rötliche und sogar bläuliche
Verfärbungen erkennen. Das von der Erde reflektierte Sonnenlicht strahlt auf den Mond und zurück auf den Beobachter.
 Zick-zack... :-) 

Und dann wäre da noch der Supermond. Denn der Mond bewegt sich in einer Ellipse um die Erde, nicht in einer sauberen Kreisbahn. Mal ist er 356tausend Kilometer von der Erde entfernt, mal bis zu 406tausend Kilometer. Den nahesten Punkt dieser Umlaufbahn zur Erde nennt man Perigäum, der am weitesten entfernte Punkt wird Apogäum genannt. Ist der Mond nun gleichzeitig besonders nah und obendrein ein Vollmond, ist das schon etwas Besonderes und wird "Supermond" genannt. Kommt dann auch noch eine Mondfinsternis hinzu ist das auch für uns ein Grund, um 4 Uhr aufzustehen und ein paar Fotos zu schießen :-)

Und diese Fotos zeigen wir Euch -wenn auch etwas spät- liebend gerne und auch mit ein wenig Stolz!




...was für ein Ereignis!

Gehabt Euch wohl
Euer ilfur