Waldgeflüster

Montag, 29. Dezember 2014

Über den Tod

Na sowas, da habe ich doch glatt vergessen etwas über den Tod zu schreiben in dem Artikel über mein Glaubenssystem. Dabei ist der doch so ungemein wichtig! Ich habe den Absatz in dem ursprünglichen Beitrag "Gott oder Göttin" ergänzt, aber für Euren Komfort gleich hier eingefügt:



Der Tod

Was passiert, wenn man stirbt? Auch dies ist eine der zentralsten Fragen, derer sich alle Glaubenssätze annehmen. Es gibt viele Geschichten und Nuancen dazu, die ich alle auf ihre Weise für Wahr erachte.
Des Pudels Kern jedoch sieht für mich so aus: die Welt ist ohnehin voller Geistwesen, voller Seelen, egal ob mit oder ohne eigenen physischen Körper und egal ob in unserer physischen Welt wirksam und spürbar, oder in einer "Anderwelt". Stirbt nun der eigene Körper, sind Geist und Seele lediglich ihrer Manifestation beraubt. Sie sind immer noch da - unsterblich. Sie wechseln irgendwann über in die eigenen Träume, gewissermaßen in einer nie endenden schamanischen Reise.

Der Film
"Hinter dem Horizont"
zeigt sehr schön
die Vorstellung von
eigenen und geteilten
Traumwelten, wenn auch
stark christlich geprägt.
Jedoch - wie sieht diese Traumwelt aus ? Jeder Mensch träumt doch seine eigene Welt zusammen, hat ein ganz eigenes Universum in seiner Vorstellung ? Eine komplett eigene Phantasiewelt ? Und das ist auch richtig, wie ich finde!

Nur stehen alle individuellen Traumgebilde miteinander in Verbindung, man kann sie gewissermaßen besuchen, sich austauschen. Auch die physische Welt ist besuchbar - dann eben als sogenannter Geist oder Gespenst, oder als erneute Manifestation, sei es permanent durch eine (Wieder-)Geburt oder temporär durch eine In-Besitz-Nahme, eine "Besessenheit".
Ist die eigene Traum-Welt ein Alptraum, geprägt von Traumata und Schreckensbildern aus schlechtem Gewissen und üblen Lebens-Situationen, ist dieser Traum die "wahre Hölle". Dieser Traum währt solange, bis die schlimmen Bilder irgendwann geheilt und gestillt sind. Bis die Träume wieder "himmlisch-schön" werden, bunt und voller Liebe und Freude, dem eigentlichen Ur-Zustand. Man sagt, daß besonders traumatische Zustände erst nach Jahrhunderten unserer Zeitrechnung behoben werden. Solange kann ein Spuk dann andauern, ist dieser obendrein an unsere physische Welt gekoppelt, zum Beispiel durch einen gewaltvollen, plötzlichen und/oder grausamen Tod, durch etwas emotional Unbegreifliches, Unfaßbares.

Es gibt noch weitere Traumwelten auf der anderen Seite - einige davon haben eigene Namen und werden von allen Seelen geteilt, gemeinsam besucht und weiter geformt, ja vielleicht sogar erschaffen. Wie stellt Ihr Euch den "Himmel" vor, oder Valhalla? Annwn ? Nirvana ?


Gehabt Euch wohl,
Euer ilfur