Waldgeflüster

Samstag, 2. August 2014

Doldenblütler - meine Angstgegner

Schön anzuschauende Doldenblütler -
sie blühen im Sommer eigentlich überall
und sind bei allen Instekten sehr beliebt.
Was soll ich sagen - ich denke, jeder hat so seine "Angstgegner", an denen er hin und wieder verzweifelt. Bei mir sind das lange, lange Zeit -zumindest im Bereich der Pflanzen- die sogenannten Doldenblütler gewesen. Und sie sind es noch immer, auch wenn ich mit der Zeit ständig mehr Licht in mein Dunkel hineinbringe :-)

Es ist mit diesen, ja, Biestern möchte ich fast sagen leider so, daß sie alle auf den ersten und oft auch auf den zweiten Blick vollkommen gleich aussehen. Sie alle haben wunderschöne, große Blütenstände voller kleinster, meist weißer Blüten. Und gesellig sind sie, sie kommen sehr oft in freier Natur vor. Und recht groß sind sie allesamt, von etwa 50 cm bis zu drei Metern ist alles dabei. Auch ihre Samen sehen eigentlich immer gleich aus, zwei-kapselig, wie zwei kleine Sonnenblumenkerne, die man längs zusammengeklebt hat (man verzeihe mir bitte diese Eselsbrücke...)
Und sogar ihr Geruch und -wenn man es aus gesundheitlichen Gründen wagen kann- Geschmack ähneln sich in gewisser Weise. Denn in ihnen entstehen sogenannte Cumarine, eine Gruppe von Wirkstoffen die Ihr auf der Zunge sicher wiedererkennt: erdig bis feurig, im Extremfall irgendwo zwischen eingeschlafenen Füßen und Maggi-Suppenwürze aber irgendwie lecker. Wie Kümmel oder, etwas sanfter, wie Kreuzkümmel. Denn in diesen Würz-Samen stecken besonders viele Cumarine.

Aber bitte, bitte, seid vorsichtig mit dem Ausprobieren. Es gibt ein paar tödlich giftige Doldenblütler, die man auf keinen Fall weder essen noch abschlecken oder gar ungeschützt in die Hand nehmen sollte....!

Allesamt haben sie so viele Gemeinsamkeiten und oft nur so feine Unterschiede daß es mir wirklich schwer fällt, sie auseinanderzuhalten.
Aber genau das sollte ich besser tun, denn zu den Doldenblütlern gehören einige der wichtigsten Heilpflanzen, einige der wichtigsten Gemüsepflanzen des Altertums und der Moderne und einige sehr wichtige Gewürzpflanzen nicht zu vergessen. Und noch einmal muß ich wiederholen: zu ihnen gehören einige sehr giftige Vertreter, die man noch nicht einmal ungeschützt anfassen darf, wenn man keinen körperlichen Schaden nehmen möchte.
Wilde Möhren mit offenen und
halb geschlossenen Dolden
Ahnt Ihr vielleicht bereits in einigen Fällen, von welchen Pflanzen ich konkret gesprochen habe ?

Ich möchte hier möglichst simpel anfangen, mit meinem "Notnagel":

Die mit knappem Vorsprung häufigste Vertreterin ihrer Art auf sonnigen Wiesen und Wegrändern dürfte die wilde Möhre sein. Wenn man also Doldenblütler am Straßenrand stehen sieht, dann liegt man ziemlich oft richtig, wenn man "Möhre" zu ihnen sagt. Hurra, der erste Kandidat ist schon einmal im Sack. Sagt bitte nicht Karotte, weil damit meint man die Zuchtform der Möhre aus dem Laden!




Wilde Möhre mit typischen, feinen
Blattstrukturen. Mit zunehmendem
Alter sehen die Blätter "fiedriger"
aus, so wie man es aus dem Laden
kennt. Noch könnte man die Möhre
mit dem Kümmel verwechseln...
Also: zwei der wichtigsten Gemüse-Wurzeln, die Möhre und die Pastinake, sind Doldenblütler. 
Die Wurzeln der wilden Möhre sehen aber nicht so aus, wie man sie vom Laden her kennt. Eine Zucht-Möhre ist kräftig gelblich-orange. Eine wilde Möhre ist eher weißlich, hat einen sehr bleichen orange-Ton, angeblich bis hin zum Blau - wobei ich noch keine einzige bläuliche wilde Möhre fand.
Das mag vielleicht nicht so appetitlich aussehen, aber es riecht und schmeckt ganz typisch nach Möhre - nur intensiver. Wie Ihr das von Wildformen ja vielleicht bereits kennt schmecken diese längst nicht so lasch wie ihre im Gewächshaus gezüchteten Geschwister.
Die Möhre hat sehr fein-fiedrige Blätter. Das will heißen, daß ihre Blatt-Enden ein wenig aussehen wie Federn. Und daran, wie feingliedrig diese Fiederungen sind, kann man viele Doldenblütler voneinander unterscheiden. Die Möhre besitzt also eine sehr feine Fiederung - sie wird nur noch vom Kümmel und vom Dill (ja, ebenfalls Doldenblütler) übertroffen, denn dort sind die Blatt-Enden eigentlich nur noch kleine Stiftchen. Die Dolden der Möhre sind nicht immer so flach und offen wie bei anderen Doldenblütlern sondern kräuseln sich im nicht ausgewachsenen Zustand nach innen. Zu guter Letzt kann man die wilde Möhre natürlich am bekannten Geruch der Wurzel oder eines zwischen den Fingern zerriebenen Blattes leicht erkennen.


Ein Pastinak (eine Pastinake).
Unten im Halbschatten ihre Blätter -
ein klarer Unterschied zum Dill.
Die Pastinake war als Wurzelgemüse in Vergessenheit geraten, aber erlebt gerade eine kleine Renaissance. Es entstehen neue Rezepte mit Pastinaken bzw. werden alte Rezepte neuentdeckt. Eine schöne Alternative zum typischen Wurzelgemüse der Möhren und den mittlerweile wieder etablierten Schwarzwurzeln. Leider sind die Wurzeln der Pastinak nicht so leicht zu ernten wie die der Möhre: eine Möhre kann man mit etwas Vorsicht aus dem Boden ziehen, ohne den Pflanzenstiel abzubrechen. Das klappt bei den anderen Doldenblütlern wie der Pastinake nicht so leicht. Die Wurzel steckt fest im Boden, die Pflanze bricht beim Herausziehen meist ab. Die Wurzel müßte man also eigentlich ausgraben - ein ziemlich großer Aufwand für das bischen Gemüse. Wer es trotzdem versuchen möchte: die Pastinak besitzt gelb-grüne Dolden wie der Dill aber dick gefiederte Blätter wie der Bärenklau, von dem ich später noch erzähle...

Ein Wegrand voller Pastinaken - sie sind also gar nicht so selten !

Kommen wir von den Gemüse-Doldenblütlern zu den Gewürz-Doldenblütlern - die mit dem besonderen Geruch und intensivem Geschmack! 
Jede Menge Kerbel-Pflanzen mit typischen
großen, anmutig gefiederten Blättern.
Quelle: Wikimedia
Die Kerbel mag es im Gegensatz zur Möhre eher schattig und wächst gerne am Waldrand und auf Lichtungen. Sie wird hin und wieder als angenehme Würzpflanze in Speisen verwendet denn sie schmeckt recht mild-würzig, beinahe schon ein wenig süßlich. Es würde mich wundern, wenn sie kein Bestandteil der Frankfurter "grünen Soße" wäre... aber das könnt Ihr ja gerne nachschlagen ;-)
Natürlich besitzt die Kerbel weiße Dolden mit kleinen Blüten. Sie wirkt recht schlank und hochgewachsen. Ihre Blätter sind abermals hilfreiche Unterscheidungsmerkmale: sie wirken auf mich wie kleine, grüne Federn - und wenn man die anderen Vertreter ihrer Familie betrachtet mit teilweise recht fleischigen und großflächigen Blättern oder im anderen Extrem ganz hauchdünnen Blättchen, fast nur Stielchen, würde ich sagen daß das eine hilfreiche Information ist... hoffentlich.


Soviel zur Kerbel, einer einheimischen Würzpflanze. Ihr kennt wahrscheinlich auch Kreuzkümmel, Anis, Fenchel, Koriander, Dill und Liebstöckel (Maggi-Kraut)? Jawohl, das sind allesamt Doldenblütler.  Allerdings stammen sie aus südlicheren und östlicheren Gefilden, sie sind also keine ursprünglich heimischen Pflanzen.
Vom Kümmel nutzt man meist nur die Samen, die ausnahmsweise eine Sichelform haben, ganz im Gegensatz zu eigentlich allen anderen Doldenblütlern. Von den anderen eben genannten Pflanzen wird das ganze Kraut genutzt - die Blätter und die Stängel als Salat bzw. Würz-Gemüse, die Wurzeln und Samen zu medizinischen Zwecken.
Der Dill stammt nicht aus unserer Gegend, ist aber ebenfalls ein beliebter Doldenblütler. Er schmeckt sehr lecker im Frischkäse, zu Fisch und in die Salat-Sauce. Er ist leicht zu erkennen als einer der wenigen Vertreter seiner Art mit gelblich-grünen Blüten anstelle der üblichen weißen Farbe. Und seine Blätter sind es, an denen man ihn gut erkennt: die kleinen Stiftchen, die man in Dillsoßen und Würzmischungen erkennen kann, die beinahe aussehen wie dünne Nadeln, das sind Blätter der Dillpflanze, bzw. deren Ausläufer. Hach, mir läuft das Wasser im Mund zusammen während ich darüber schreibe! Trotzdem, ich werde mich lieber wieder auf einheimische Gewächse begrenzen.

Die Bibernelle / Pimpinelle ...
Quelle: Wikimedia
Aber es gibt zwei weitere Würz-Doldenblütler (neben der Kerbel), die auch bei uns wild wachsen: der Kümmel und die Petersilie. Die Kümmel-Pflanze sieht eigentlich aus wie die Möhre, nur sind ihre Blätter dem Dill ein klein wenig ähnlicher... ich merke schon, es wird langsam voll in der Liste und in meinem Kopf. Und was die Petersilie betrifft wächst bei uns nicht die Form mit den krausen Blättern, sondern diejenige mit flachen, eher breiten  Blättern, die man aber auch in dieser Form im Laden kaufen kann. Ich habe sie aber nur selten wild angetroffen. Oder einfach nie bewußt wahrgenommen :-)

Die Bibernelle ist die bei uns wachsende, wilde Form der Anis-Pflanze. Ich habe jedoch noch nie ausprobiert, ob sie einen ähnlich interessanten Geschmack hat wie der Anis...



Der Arznei-Engelwurz kann
2-3m groß werden.
Bitte nicht verwechseln
mit dem Riesen-Bärenklau!
Quelle: Wikimedia
Kommen wir jetzt zu der Heilpflanze unter den Doldenblütlern. Wobei die bereits erwähnten Würz-Doldenblütler eindeutig auch medizinisch relevant sind gibt es einige, die man aufgrund ihrer Wirkungsstärke besser nur in medizinisch kontrollierten Dosen anwenden sollte.
Die Heilpflanze schlechthin unter den Doldenblütlern ist wohl die Angelika. Hach, ich verwechsele den Namen immer mit "Arnika". Hm, ich merke mir daher lieber den "Engelwurz", mit dicken Dolden und recht stämmigem, rötlichem Stiel. Eindeutig größer und kräftiger als die meisten anderen der Famile.
Ich hoffe, das geht Euch mit der Angelika nicht auch so wie mir. Da hätte ich noch einen Tipp: "Angelika" steht als Name für einen "Engel"; die lateinische Bezeichnung der Pflanze lautet sogar doppelt auf "angelica archangelica", d.h. Erzengel Angelika... (oder "Engel Erzengel"?)
Die medizinische und Volkstümliche Nutzung ist sehr umfassend und reicht vom Kräuterschnaps und Schnupftabak über Darmbehandlungen, Rheuma-Salbe hin zur Behandlung Schlaflosigkeit und Nervenschmerzen. Ich denke für eine komplette Liste schaut Euch besser den zugehörigen Wikipedia-Eintrag an:
http://de.wikipedia.org/wiki/Arznei-Engelwurz



Und nun noch einige Giftpflanzen unter den Doldenblütlern, sie sind teilweise wirklich sehr giftig. Schuld daran sind ihre besonderen Wirkstoffe: einerseits eine Cumarin-Art, die unter Einwirkung von Licht leider heftigere körperliche Reaktionen hervorbringt. Zum anderen ein Alkaloid, das Coniin, das in recht geringen Dosen tödlich wirkt.

Knapp auf Platz zwei der häufigsten Doldenblütler ist für mich der leicht giftige Bärenklau (dicht gefolgt von Kerbel und Pastinaken). Er liebt saftige Wiesen, mag es nicht zu schattig und nicht zu sonnig - liegt also genau zwischen Möhre und Kerbel, was seinen Lieblingsort betrifft. Er unterscheidet sich vom ersten Platz, der Möhre, durch deutlich großflächigere Blätter. Noch großflächiger als die der Kerbel. Diese "Fiederung" ist so groß und die Blätter sind so dick, daß man eigentlich nicht mehr von Federn oder von Fiederung sprechen sollte. Ich glaube, die Experten sprechen dann von "gestielten Blättern". Leider sehen die Blätter des Bärenklau denen des sehr nützlichen medizinischen Engelwurz extrem ähnlich. Wie gut, daß da noch der Stiel ist, an dem man beide leicht unterscheiden kann. Der Bärenklau-Stiel ist grün und eher schlank, der vom Engelwurz rötlich und dick-fleischig. Außerdem hat der Engelwurz irgendwie keine rechte Lust, seine weißen Blüten zu zeigen: sind alle anderen Doldenblütler bereits voll weiß ausgeprägt und stehen in voller Pracht, wirken die Dolden des Engelwurz eher grünlich und "in sich gekehrt", will heißen nicht ganz so strahlend und offen-einladend.

Als Kind habe ich es einst gut gemeint und die Hasen einer Bäuerin mit den fleischigen Blättern des Bärenklau gefüttert, die auch dankbar von ihnen angenommen wurden. Leider wirkt der Bärenklau recht giftig, also mehr als nur unangenehm, und das nicht nur auf Hasen. Die Bäuerin hat dann schnell mit der Verfütterung von Petersilie (schwäbisch "Peterling") entgegengewirkt und ihre Hasen überlebten den ungewollten feindlichen Übergriff.
Der Bärenklau ist recht groß, mit bis zu eineinhalb Metern oder manchmal auch etwas mehr eine recht eindrucksvolle Pflanze.

Das Foto täuscht: das schilf-artige Gras im
Vordergrund ist mehr als 1,5m hoch, die riesigen
Dolden-Schirme ragen ca 2,5m über dem Boden
Aber das ist gar kein Vergleich zum Riesen-Bärenklau! Wer ihm einmal gegenüberstand weiß, wovon ich rede. Ein Koloß ist er, groß, breit und hoch (bis zu 3m) mit riesigen Riesen-Dolden und weiten, flammig-zackigen Blättern. Er wird aufgrund seiner Erscheinung auch gerne "Herkulesstaude" genannt. Allerdings ist er keine heimische Pflanze - der Riesen-Bärenklau ist ein Neophyt aus dem Osten, aber er fühlt sich bei uns sauwohl, wächst gerne an eher feuchten Stellen an denen sich auch der Engelwurz (...und Schierling) wohlgefühlt hätten und verbreitet sich fleißig, wenn er nicht bekämpft wird.



Alles riesig: Dolden, Blätter und Stiele.
Ein Dolden-Urwald !
Warum sollte man ihn bekämpfen? Er wächst doch friedlich an Bahndämmen, Baustellen usw. vor sich hin und tut niemandem etwas...?
Leider doch: die Pflanze hat eine Unmenge eines Wirkstoffes in sich, der auch im Engelwurz in Spuren vorhanden ist. Der Stoff, der für eine gewisse "Lichtempfindlichkeit" des Konsumenten sorgt. Es handelt sich um eine der vielen möglichen Cumarine und ist im Riesen-Bärenklau so stark und reichhaltig vorhanden, daß sich bei bloßer Berührung der Pflanze mit der Haut diese bald in Bläschen vom Körper abpellt. Optisch sieht das aus, als hätte man sich seine Haut verbrannt. Das dauert keine Stunde, bis nässende, heiß-juckende Bläschen entstehen und sich in den nächsten Tagen die Haut abpellt. Wie schlimm ist es dann wohl für die Bindehaut der Augen, wenn man sich mit den bereits benetzten Fingern die Augen reibt? Ich würde sagen, man könnte davon erblinden. Und die sensiblen Näschen spazierengehender, überall herumschnüffelnder Hunde? Ebenfalls ganz, ganz übel !
Wie ich nachlas wurde der Bärenklau zur Giftpflanze des Jahres 2008 gewählt. Das ist so etwas wie die "goldene Zitrone" in der Autobranche, nehme ich an.



Ein ca. 1.6m langes Didgeridoo aus getrocknetem
Riesen-Bärenklau. Es gibt noch einige mehr von
ihnen - und vielleicht noch hübscher bemalte,
die habe ich aber alle verschenkt :-)
Dies gesagt finde ich die riesigen, hohlen Röhren des Riesen-Bärenklau im getrockneten(!) Zustand ganz hervorragend,  um daraus ein Didgeridoo zu bauen und darauf herumzutröten. Das schmeckt dann sogar ein klein wenig nach Kreuzkümmel auf den Lippen. Aber wer das nicht möchte kann beide Enden der Herkules-Tröte mit Wachs oder Bienenwachs versiegeln. Das sollte man ja sowieso tun, um die Haltbarkeit des Instruments zu verlängern.

Die giftigsten Doldenblütler bilden ein tödliches Gift aus der großen Gruppe der Alkaloide aus, das Coniin wie schon Eingangs erwähnt. Hundspetersilie, Wasserschierling und gefleckter Schierling heißen diese Pflanzen. Die Schierlinge sehen leider ziemlich genau so aus wie die Kerbel; nur am Geruch kann man sie erkennen, denn der ist nicht gerade angenehm. Mit dem "Schierlingsbecher" hat man zu alter Zeit zum Tode veurteilte Menschen hingerichtet, denn sie mußten den Saft der Pflanze trinken. Der Tod trat ein durch Muskel-Lähmung, d.h. Atem und Herz stellen ihre Funktion ein.

Und genau das macht die Doldenblütler zu meinen Angstgegnern: sie sehen fast alle gleich aus, haben im Grunde die gleiche Wirkung und wachsen im Prinzip direkt nebeneinander. Im Garten hinter unserem Haus zähle ich mindestens vier verchiedene Sorten, die sich über die Wiese in Grüppchen verteilt haben. Und einige von ihnen haben sehr unangenehme Nebenwirkungen. Das scheint ja noch schwieriger als bei Pilzen zu sein, könnte man sagen. Da hilft nur Erfahrung und herantasten, so wie bei den Pilzen wohl auch.

Und zu guter Letzt: nicht alles, was wie eine Dolde aussieht ist auch eine.
Der wilde Meerrettich und die Schafgarbe, als Beispiel, haben keine Dolden, nur eng beieinander stehende Einzelblüten. "Scheindoldig", sagt man dazu. Das ist aber wirklich zum Verwechseln, wenn nicht verzweifeln ähnlich, wäre da nicht eine ganz andere Ausstrahlung, ein anderer Duft und ganz andersartige Wirkstoffe.  Die jeweils 4 Blütenblätter einer Blüte der "Scheindolde" stehen sich genau gegenüber und bilden kleine Kreuzchen. Und deswegen sind sie... tadaa: Kreuzblütler. Doch darüber erzähle ich besser ein andermal.

Gehabt Euch wohl,
Euer ilfur