Waldgeflüster

Dienstag, 15. April 2014

Ein Beispiel für ganzheitliche Heilung

naja.... zuerst einmal wurde ich ganzheitlich krank, aber dazu später mehr. So etwas passiert üblicherweise, bevor man von Heilung oder gar "ganzheitlicher" Heilung sprechen kann. Seltsam, das scheint unsere Sprache nicht wirklich herzugeben: "heil-sein". Man sagt ja, daß man gesund sei. Aber das germanische Wörtchen "heil" klingt eigentlich viel besser und meint ursprünglich das gleiche wie im angelsächsisch-germanischen Dialekt, sprich Englisch, "whole", nämlich ganz und damit vollständig zu sein. Eben ganz-heitlich gesund und heil.

Denn ich spreche lieber von "heil-sein" als von "gesund sein", und das aus zwei Gründen: wirklich gesund zu sein ist ein Idealzustand, ein wünschenswertes Ziel, das in meiner Vorstellung und wohl auch in der traditionellen chinesischen Medizin ("TCM") angestrebt wird. Zweitens meint man mit Gesund-sein meistens nur den Körper, also einen Teil des Menschen: Keine Entzündungen, keine Brüche und Wunden, keine laufende Nase, der Körper wird der anstürmenden Bazillen Herr. Aber mir reicht der Körper hier einfach nicht aus !
Denn der Mensch ist eine Einheit aus Körper UND Seele UND Geist, und alle drei sollten gesund sein. Die Lateiner kennen immerhin schon Körper und Seele und sagen daher "mens sana in corpore sano", eine gesunde Seele (ist) in einem gesunden Körper. Mir fehlt hierbei aber noch das "Chi sana" :-)

Da hat sich ein schlauer Kopf Gedanken über körperliche
Belastung gemacht und das Ganze kategorisiert :-)
Belastungsmodell nach Kuno Hottenrott, Quelle: wikipedia
Es ist doch so, zumindest nach meinem Auffassen, daß der Körper ständig
körperlich bombardiert wird von Aggressoren wie Körperlicher Belastung, Bakterien und Viren. Letztere fühlen sich in unserem Körper besonders wohl ob der traumaften Lebensbedingungen, wären da nicht unsere Abwehrkräfte in Form von Abwehrzellen und innerkörperlichem Alarm-System. Bei körperlicher Belastung wie Arbeit und Sport dienen Muskeln, Sehnen und Knochen als Bollwerke gegen Stöße, Hiebe und andere Formen von Überlast.
Es kann aber auch passieren, daß sich der Körper aufgrund einer seelischen Situation nicht mehr so gut selbst schützen kann. Man fühlt sich traurig, müde, schlapp, nicht mehr leistungsfähig, eher langsam und träge - und schon kann ein Stolperer vielleicht nicht mehr elegant abgefedert werden und irgendetwas reißt oder bricht. Oder man ist so ausgelaugt und überfordert, daß irgendwas im Körper auch nicht mehr recht hinterherkommt, Keime abzuwehren. In Kombination mit einer naßkalten, typischerweise krank-machenden Jahreszeit liegt man plötzlich fiebernd und schniefend darnieder.
Und dann kommt noch der dritte Teil hinzu: der oftmals esoterisch angehauchte "Geist", das Chi, Ki, Qi oder Prana genannt. Er funktioniert, so wie Körper und Seele, in zwei Richtungen und kann die jeweils anderen beiden Teile mit "Kraft" versorgen bzw. als eine Art von Kommunikationsmedium zwischen Seele und Körper fungieren und beim Heil-Werden unterstützen - oder dies verhindern !
Was meine ich -um Himmels Willen- denn nun damit ?
Jetzt verlassen wir das gewohnte wohlfühl-Gelände, es wird vielleicht etwas absonderlich. Bitte anschnallen und sich auf alles gefaßt machen :-)

Mehr zum "dreieinigen Mensch"
im Artikel über Dreieinigkeiten...
Jeder der drei Teile des "dreieinigen" Menschen (mir fällt ein, daß ich dazu einen Blog-Eintrag geschrieben habe!) besitzt eine empfangende und eine gebende Komponente, eine aktive und eine passive, oder auch einen "Yang" und einen "Yin" Aspekt.

Der Körper kann beispielsweise "aktiv" werden und sich bewegen oder Kraft aufwenden. Oder er kann fühlen und aufnehmen. Ich spreche hier von Sinnesorganen, inneren Organen, aber auch von Muskeln, Gelenken und so weiter (Zunge und Sprachorgane sehe ich ganz grob als "Muskeln" an...).

Die Seele kann Stimmungen und Gefühle aufnehmen und auch abgeben. Beim Abgeben spricht man manchmal gerne vom "Willen", ob nun bewußt oder unbewußt ist mir an dieser Stelle egal. Bei der Aufnahme spricht man von Empfindsamkeit und im negativen Sinne von Empfindlichkeit. Es wird gerne darüber gestritten, ob die Aufnahme bzw. der "Empfang" von Gefühlen tatsächlich nur reine Gefühle sind - oder ob unbewußt körperliche Signale aufgenommen werden, d.h. ob der Wille des Gegenübers dessen Körper so beeinflußt, daß entsprechende Körpersignale erzeugt werden (Körperhaltung, Spannungen, fast unmerkliche Augenbewegungen usw) und vom mehr oder weniger sensiblen Gegenüber wahrnehmbar sind. Ich meine, es handelt sich um eine Mischung aus beidem. Ich meine auch, daß das Pendeln und "Wahrsagen" im Sinne vom Erfassen und Deuten des Gegenübers auf diesen beiden Mechanismen beruht.

Geist oder mangels besserer Worte "Geist-Energie" kann ebenfalls abgegeben und aufgenommen werden. Sie kann im Körper frei zirkulieren, sich darin fließend bewegen und den Körper verlassen. Sie umgibt den Körper und kann von sensibilisierten oder sensiblen Menschen als sogenannte Aura wahrgenommen werden. Der Wille eines Menschen kann nicht nur seinen Körper steuern, sondern auch den Geist. Weigert sich der Wille beispielsweise, Signale des Körpers in Form von Schmerzen anzunehmen und "leugnet" damit vehement die schadhafte Stelle des Körpers, zieht sich der Geist oder das Chi aus der entsprechenden Region zurück und ist von sensibilisierten Menschen als "Fehlen", als Loch oder Lücke, als "kalt", erfühlbar. Die entsprechende Körperstelle heilt per Beobeachtung deutlich schlechter bis gar nicht, oder erkrankt immer wieder. Anders herum - akzeptiert die erkrankte Person die schadhafte Körperregion und konzentriert sich wohlwollend und "heilend" darauf, heilt die Körperregion tatsächlich -per Beobachtung- schneller. Eine sensibilisierte Person erfühlt die Körperregion als "Knubbel" oder "Erhebung", als "voll" oder "warm". Ein geist-heilender Mensch kann zusätzlich Energie hinzufügen oder erfühlte Lücken schließen, um eine Heilung zu beschleunigen, sie zu unterstützen. Ist jedoch der Wille des Patienten nicht "geheilt", verschlechtert sich der Zustand recht bald wieder. Ist der körperliche oder seelische Schaden des Patienten zu akut, reicht die reine Geist-Heilung als Unterstützung auch nicht aus, daß sich der Patient selbst zu heilen vermag. Wann ist Schluß mit der Geist-Heilung ? Das muß jeder Heiler, der ehrlich zu sich und seinem Patienten ist, selbst einschätzen! Die Stärke der Verletzung und die Fähigkeiten des Heilers sind hier die ausschlaggebenden Faktoren.


Wie akut kann beispielsweise körperlicher Schaden sein ? Eine einfache Erkältung ist normalerweise schnell wieder von selbst behebbar. Etwas mehr Konzentration auf den Heilprozess, zum Beispiel durch körperliche und Seelische Ruhe, und das Problem ist behoben. Viele Menschen gönnen sich diese "Ruhe zur Selbst-Geist-Heilung" in einem solchen Fall nicht. Sie unterstützen dagegen den Heilprozess durch Zugabe von körperlichen Heilmitteln wie Pflanzenwirkstoffen und anderen Chemikalien in Form vom Tees, in stärkeren Fällen von Tabletten bis hin zu Antibiotika.
Reicht dies nicht aus, zum Beispiel bei stärkeren Erkrankungen, kommt die körperliche Überwachung und Unterstützung durch Ärzte oder gar Krankenhäuser. Es folgen vielleicht Infusionen, ständige Überwachung, immer stärkere Mittelchen bis hin zu Operationen, welche die schadhaften Körperteile entfernen, damit sich der Körper endlich ohne weitere Störfaktoren wieder heilen kann. Dagegen ist überhaupt nichts auszusetzen, ich nenne das nur als Beispiel !

Wie akut kann seelischer Schaden sein ? Wie tief können Narben in der Seele werden ? Es gibt auch hier, wie im körperlichen Bereich, leichte und vergängliche Verletzungen (Trauer, Enttäuschung, Verlust,...) über tiefe Wunden (Schock, Bitterkeit, Depression....) bis hin zu abgeschotteten, unzugänglich gemachten oder gar "selbst-operativ" abgetrennten Teilen der Seele (Trauma, vielleicht auch Schizophrenie und weitere besonders starke seelische Erkrankungen, aber da sollte man doch lieber einen Fachmann/Frau befragen :-) ).

Gibt es auch Schaden auf Ebene des Geistes ? Ich denke ja, man könnte davon sprechen. Wenn beispielsweise der Fluß der "Geist-Energie" behindert oder gar vollständig gestoppt wird hat dies Auswirkungen auf Körper und Seele, genauso wie ein unverträgliches "Zuviel" von Energie. Man munkelt, daß manche Qi Gong und Tai Chi Meister in der Lage sind, durch entsprechende Körperberührungen - ich meine durchaus vergleichbar mit einer Art von Akupressur / Akupunktur :-) -  ihr Gegenüber schmerzhaft bewegungsunfähig zu machen oder eine so starke Voll-Blockade aufzubauen, daß ihr Gegenüber ohne Gegenmaßnahmen nur noch wenige Stunden zu überleben hat. Manche Menschen bringen sich in ihrem Energie-Körper selbst Schaden bei. Oftmals, so meine Theorie, spricht man dann von chronischen Erkrankungen des Körpers - immer wiederkehrende Erkrankungen derselben Art, weil sich das Körper-Seele-Geist Gebilde so konditioniert hat. Chronische Nebenhöhlen-Verstopfung, chronische Bronchitis, chronische..... usw. ; besonders hier können Geist-Energie-Heiler den Kreislauf durchbrechen, indem sie dem Körper und der Seele ein anderes Signal geben und eben einmal NICHT "wie üblich" zu reagieren, Energie abzuklemmen oder im Übermaß zuzufügen ("dichter Kopf", "dicker Hals",.....)

Nach all diesem Gelabere möchte ich ein kleines Beispiel geben aus meinem eigenen Leben über das Zusammenspiel aus Körper, Seele und Geist: Eigentlich, behaupte ich, werde ich nicht oder nur ganz selten krank. Ich kann im Winter im t-shirt nach draußen gehen und meine Tai Chi Übungen machen ohne Niesen und Schniefen, ohne Frieren, ohne schmerzende Nieren. Alles wunderbar. Wenn um mich herum eine Grippe-Epidemie ausbricht bleibe ich eigentlich unverschont - oder bin nach 2-3 Tagen wieder komplett genesen: die Krankheit bricht nicht aus, die Erreger können sich nicht festsetzen. Aber im letzten Herbst war meine Seele sehr abgelenkt, unfokussiert, unmittig und geschwächt: durch den Tod eines sehr lieben Familienmitglieds fühlte ich mich sehr traurig und ein Stück weit leblos, willenlos (das steht hier für die Seele). So sehr, daß ich mich desweiteren bald schwach fühlte; ziemlich lustlos und energielos (das steht für den Geist: die Seele hat den Geist nun ebenfalls geschwächt). In Folge dessen wurde mein Körper im Herbst krank: er hatte einfach nicht mehr genug Energie und Willen, dem üblichen Herbst-Ansturm von Viren entgegenzutreten. Ich bekam eine sonst harmlose Angina; nur war sie in diesem Fall sehr stark ausgeprägt und wollte auch so schnell nicht mehr gehen. Ich brauchte viel Zeit, Ruhe (man sagt auch: der Körper "knockt mich aus", der Körper "signalisiert, daß man Ruhe braucht") und dann tatsächlich einige Medikamente. Naja, Salbei und Eibisch hatten mir als Pastillen genügt um die Symptome halbwegs hinzubekommen. Der Salbei wirkte adstringierend und antiseptisch und linderte die Entzündung im Hals, der Eibisch betäubte ein wenig und linderte auf seine Weise. Diese Mittelchen Bekämpften aber nur die Symptome , nicht die Ursache. Diese war hier seelischer Natur. Denn so richtig verschwand die Erkrankung erst nach einem Monat, als auch die Trauer langsam nachließ und ich mich langsam wieder "lebendiger" und energievoller fühlte. Die Seele war wieder ein wenig geheilt und die Angina, die immer wiederkehrte bzw. gar nicht mehr gehen wollte, verschwand dann doch. Übrigens ganz früher, als ich weniger "energievoll" war, wurde ich relativ oft krank. Das vergaß ich zu erzählen. Dann bekam ich im Herbst und Frühling bei Streß gleich eine Bronchitis. Mein Arzt meinte schon, das sei so langsam chronisch... aber zum Glück ist das vorbei.


Zusammenfassend vielleicht einige Merkpunkte aus meinem eigenen Weltbild zum Thema Heilung:
  • Der Mensch ist stets bemüht, sich zu heilen bzw. "gesund" zu bleiben als Idealzustand.
  • Der Mensch besteht aus drei Aspekten: Körper, Seele und Geist
  • Diese drei Aspekte beeinflussen sich gegenseitig.
  • Erkrankt einer der drei Aspekte, können die beiden anderen Aspekte bei der Heilung unterstützen. 
  • Erkrankt einer der drei Aspekte dauerhaft oder intensiv(akut), hat dies Auswirkungen auf die anderen beiden Aspekte.
  • Je stärker die Erkrankung, desto stärker die nötige Unterstützung: (selbst oder durch Geistheiler, Therapeuten, Fachärzte; steigende Intensität verwendeter Mittel und Techniken)


Es folgt nun dieser langen Rede sehr kurzer Sinn:
  • Nur wer "heil" ist, also "ganz (heitlich)", bleibt leichter gesund !
  • Gar nicht erst krank zu werden ist das Hauptthema:
  • die Behandlung beginnt nicht erst bei Ausbruch einer Krankheit...


Das kann man durch entsprechende "holistische" Lebensweise erreichen,
d.h. Berücksichtigung nicht nur des Körpers, sondern mindestens auch der Seele wenn nicht gar dem Geist.
Vorausgesetzt, Dinge wie das Schicksal, Karma, oder "das Leben" kommen einem gar nicht erst in die Quere. Aber das wäre dann wiederum tödlich langweilig, geradezu krankmachend.... ich liebe Yin und Yang ;-)



Gehabt Euch wohl,
Euer ilfur