Waldgeflüster

Freitag, 26. Juli 2013

Lughnasadh 2013



Falle, falle goldene Ähre, in dem letzten Sonnenstrahl


Gebet zur Ernte

Großer Gott, große Göttin

Ihr, deren Hände die Erde halten,
ohne deren Geheiß kein Wind über die Felder weht.

Ihr, die die Wolken lenkt, daß sie wie Lämmer gehn,
Vor denen sogar die Hagelwetter und Gewitter stille stehn,

Ihr füllet alle Felder! Dank euch kennen wir selten Not.
Ihr gebt uns gnädig unser täglich Brot.

Ihr gebt, dass alles Gedeihen kann und mehret alles Gut,
Ihr gebt uns den hellen Blick und fröhlich frisches Blut.

Bitte gebt uns für unsere Ernte gesunde Kraft,
daß sich die Sense regt und sich das Getreide friedlich niederlegt.

Bitte wendet Feuerswut von den Scheunen, Feldern, Stall und Haus,
und löschet alle Feindschaft, die jetzt aufglimmt, friedlich aus.

Bitte haltet die Fluten noch zurück, auch wenn sie bereits donnernd drohen,
scheucht sie kraftvoll zurück, brächen auch die Wolken schon.

Gebt Hoffnung, die nicht wankt und die nicht bricht,
seid Ihr der Herzen ganz gewisses Licht.

Euer Segen sei mit uns, dass wir spüren eure Kraft,
Dass jetzt und für alle Zeit, mein Herz möge sich erinnern, eurer Macht.

Dass mein Dank wie Opferrauch sich zu euch hebt,
ihr, der Ernte Eltern, und dessen, das da lebt.

 (Im Original von Gustav Schüler)