Waldgeflüster

Sonntag, 27. Januar 2013

Wintergedanken - ein Gedicht

(nunja eher Lyrik als ein Gedicht. Weil dieses Gedicht reimt sich nicht :-) )



Endlich ist der Winter gekommen.
Alles wirkt langsam, still und ruhig.
Die eisige Kälte lähmt alles Leben.
Unter Eis und Schnee begraben
liegt die Welt erstarrt, wie tot.
Ein stummes, weißes Bildnis ihrer selbst.
 
 
(Ein Tod, den ich gerne sehe.
Denn die Ruhe und Stille 
durchfließen auch mich.
Ballast fällt von mir ab, 
reduziert auf das Nötigste 
werde ich rein und klar.
Und ich weiß, 
dieser Tod ist nicht von Dauer.)
 
 
 Das Leben hat sich weit zurückgezogen.
Tief unter der Erde
ganz heimlich
sammelt es Kraft,
wartet still und friedlich
bis der Frühling naht
und alles aufs Neue erwacht.

 
(Alles Leben ist zurückgezogen.
In die Häuser und Höhlen,
in und unter alle Wurzeln.
Das Leben findet nur noch
langsam statt, kaum spürbar.)
 
 
Ganz langsam erst,
bald immer schneller,
immer freudiger und lauter
dringt das Leben dann empor.
Bis alles um mich herum
mit erneut erstarkter Kraft
mir reine Lebenslust und Freude
entgegenschreit inmitten mein Gesicht
und auch mich damit aufs Neue entfacht.

 
(In meiner Stille angekommen
sehne ich nun den Frühling
und das neue Leben herbei)







 

Ein Besuch im Naturschutzgebiet bei Althütte -
Aus Felsschichten breitfächrig austretendes Wasser
erzeugt diese wunderschönen Gebilde aus Eis


Gehabt Euch wohl,
Euer ilfur