Waldgeflüster

Dienstag, 28. Februar 2012

Ostara 2012 - Alban Eiler 2012


Alban Eiler- Frühlingsäquinox

Ostara ist das Fest der germanischen Frühlingsgöttin Ostara.
Sie versinnbildlicht die Fruchtbarkeit und den Beginn des Ackerbauzyklus. Ihr zu Ehren wird um den 21. März, zur Zeit der TagundNachtgleiche ein Fest gefeiert.

Die Tage sind nun wieder länger und das Licht siegt über die Dunkelheit. Es ist die Zeit der Rückkehr des Lebens. Ostara, das erste Sonnenfest nach den Rauhnächten, gilt der Wiedergeburt der Natur aus der dunklen Zeit, dem Erwachen der Kräfte des Lebens und der wiederkehrenden, neuen Kraft, die uns die Götter nun schenken. Das Leben kehrt zurück, das erste Grün zeigt sich, Tiere werden geboren.

Zur Zeit der Frühlingstagundnachtgleiche, Im keltischen auch Alban Eiler genannt, ist der Frühling sichtbar geworden. Die ersten Blumen sprießen und das „Licht der Erde“ (das ist , wie ich herausfand, die Übersetzung von Alban Eiler) wird gefeiert. Es ist die Mitte des Frühlings, der Tag der Ausgeglichen-heit zwischen Licht und Dunkelheit. Zu diesem Fest steht der Kampf zwischen Winter und Sommer, zwischen hell und dunkel im Mittelpunkt, den die Sonne schließlich im weiteren Jahresverlauf gewinnt. Alban Eiler ist das mittlere der drei Frühlingsfeste (Imbolc, Alban Eiler, Beltane).

Die Attribute der Ostara, das Ei und der Hase als Fruchtbarkeitssymbol, Ostara-Wasser (das besonders heilend sein soll) aber auch die Birke und der Marienkäfer sind Bestandteile des Ostarafestes. Auch die Feuer gehören zu Ostara dazu.





Schöpfen von Ostara Wasser. Dieses Wasser ist besonders heilend


Das Ei als Zeichen der Fruchtbarkeit, wurde früher von den jungen Mädchen bemalt um ihre Fruchtbarkeit zu feiern. Dieser Brauch des Eierfärbens hat sich bis heute gehalten.
Zu Ostara werden Brötchen gebacken die in der Mitte einen Einschnitt haben. Dieser Einschnitt symbolisiert die Vulva, als Symbol der Fruchtbarkeit. Geflochtene Teigzöpfe stellen die Trinität der Göttin dar. (Jungfrau, Mutter und Alte)


Ein wichtiger Brauch aus germanischer Zeit, ist bis heute das Entzünden der Osterfeuer auf den Hügeln. Sie gelten als Symbol für die Sonne. Der weithin sichtbare Schein des Feuers sollte den Äckern Segen und Schutz geben. Zum Schutze des Vieh´s wurde es auch oft zwischen 2 Feuer durchgetrieben, da ja der Sprung über das Ostarafeuer Glück bringen sollte.

Die Kohle vom Ostarafeuer wurde mit nach Hause genommen, da sie Haus und Hof vor Blitzschlägen schützen sollte. Die Asche der Feuer wurde auf die Äcker verteilt.
Auch wurden und werden teilweise noch Ostara-Räder gemacht
Beim Ostararad handelt sich oft um mit Stroh oder Reisig ausgestopfte Eichenräder. Diese Räder können bis 300 kg wiegen und zusätzlich 120 kg Stroh aufnehmen. Je nach Steile und Länge des Abhangs erreichen diese Räder hohe Geschwindigkeiten. Wenn sie nicht unterwegs liegen bleiben und gut am Fuße des Hanges angekommen sind, deutet das dem Volksglauben nach auf eine gute Ernte hin.






Ostararad . Quelle Lüdgen


Das Osterrad hat dabei eine ähnliche Funktion wie das Osterfeuer. Ihr Ursprung wird wie beim Osterfeuer im heidnisch-germanischen Sonnenkult vermutet, da das Feuerrad als Sinnbild der Sonnenscheibe und das Licht in der Dunkelheit die Erwartungen auf den Einzug des Frühlings symbolisiert.


Auch Umzüge zur Weihe der Felder sind überliefert. Eine Abwandlung dieser Tradition finden wir heute in den Friedensmärschen zu Ostern.
Bei den Kelten gab es an Ostara noch den Brauch zwischen der Morgendämmerung und dem frühen Vormittag nach zurückgekehrten Zugvögeln ausschau zu halten, um dies als gutes Ohmen für das weitere Jahr zu deuten. Die heutigen Osterspaziergänge mögen noch ein Relikt dieser Tradition sein. Wenn heimkehrende Vögel gesichtet wurden, wurde anschließend geschmaust und gefeiert. Wenn die Hühner oder die anderen Vögel nach der eierlosen Winterzeit wieder damit begannen, Eier zu legen, galt das als sicheres Zeichen für den Frühling.

Ich lese zu dieser Zeit gerne folgendes Gedicht von Johann Wolfgang von Goethe:


Vom Eise befreit sind Strom und Bäche
durch des Frühlings holden belebenden Blick,
im Tale grünet Hoffnungsglück;
der alte Winter, in seiner Schwäche,
zog sich in rauhe Berge zurück.
Von dort her sendet er, fliehend, nur
ohnmächtige Schauer körnigen Eises
in Streifen über die grünende Flur.
Aber die Sonne duldet kein Weißes,
überall regt sich Bildung und Streben,
alles will sie mit Farben beleben; 


(Auszugsweise)


Ostara- in der Erde regt sich wieder Leben

Es ist jetzt auch für euch Zeit aufzuwachen und den Frühling in euch zu spüren! Vielleicht mit einem Spaziergang durch die Natur? Oder mit einem Lied? Entfesselt euch von des Winters hartem Griff und macht euch frei! Spürt, wie euer Leben euch durchfließt! 

Blessed be!!!


Die Natur erwacht... machen wir ihr es nach