Waldgeflüster

Montag, 20. Juni 2011

Alban Heruin - Sommersonnenwende 21. Juni

Quelle: Blogspot.com

Unaufhörlich dreht das Rad der Zeit
dunkle Tage nicht mehr weit.
In voller Blüte der Sonnengott steht,
mit heißen Winden die Felder umweht.
Wenn der Gott als Gemahl vor die Göttin tritt,
die Hexen tanzen in wildem Ritt.
Brennt die Feuer, erhellt die Nacht.
Singt, tanzt, bis die Glut entfacht.
Nährt die Flammen, nährt sie geschwind,
zu schnell sie erlöschen von eisigem Wind.
Dreht, tanzt, bevor die Sonne sich wendet,
und der Zenit der Kraft sich neiget und endet.
(Ashandra)

Dieses Gedicht erklärt uns, was Alban Heruin (oder auch litha, Sommersonnenwende genannt) eigentlich ist.

Alban Heruin bezeichnet den längsten Tag des Jahres, die Sommersonnenwende am 21. Juni.
Der Name Alban Heruin stammt aus dem Walisischen und bedeutet “Licht über der Küste”.

Während die Wintersonnenwende vorwiegend von Tod, Wiedergeburt und Hoffnung kündet, dreht es sich bei der Sommersonnenwende um Kraft, Reichtum und Fülle.
Alban Heruin markiert den Höhepunkt der Fruchtbarkeit der Natur und von Macht und Kraft der Sonne, mit einer traurigen Note:
Die Sonne steht im Zenit ihrer Kraft, doch wird das Licht ab diesem Zeitpunkt weniger und die Dunkelheit nimmt zu. Alban Heruin war und ist DER Tag zum Kräutersammeln und in verschiedenen Kulturen mit Kräutern stark verbunden.
Folgt man der keltischen Tradition, dass ein halbes Jahr der “Oak King” und ein halbes Jahr der “Holly King” regiert, so ist Alban Heruin der Tag, an dem der “Oak King” auf dem Höhepunkt seiner Macht mit der Eichenkrone bekränzt wird. GLeichzeitig ist es auch der Tag seines Rücktritts, denn nunmehr tritt der “Holly King” seine Herrschaft an. Der “Holly”, die Stechpalme, deutet bereits auf Alban Arthuan, die Zeit der Wintersonnenwende.
Die Sonnenwende war schon in vorchristlicher Zeit ein bedeutendes
Fest. Selbst Megalithenanlagen wie Stonehenge sind nach dem Sonnenstand dieses einen
Tages ausgerichtet.Zur Sonnenwende gehört ein Feuer. Ähnlich dem Beltane-Feuer entfaltet es seine segensbringende und reinigende Wirkung beim Darüberspringen. Im Alpenraum werden noch heute auf breiter Basis auf den Bergen Sonnwendfeuer entzündet. Die Sonne als prominentester Himmelskörper wurde von den Menschen sehr wahrscheinlich sehr früh beobachtet, weswegen man in den Sonnenwenden die ältesten Feste der Menschheit vermutet.
Die erste überlieferte menschliche Aufzeichnung überhaupt befaßt sich mit dem Sonnenzyklus. Es handelt sich um den "Smiling Fox bâton", ein geschnitztes Stück Hirschgeweih aus Le Placard, Charente, Frankreich. Es ist ca. 20.000 Jahre alt und trägt Ritzmarkierungen, die mit dem Sonnenzyklus in Verbindung gebracht werden.
Die Sonne steht genau über der Grenze zwischen Land und Wasser.

Dieses Bild weist bereits auf eines der Hauptthemen von Alban Heruin hin, die Balance. Alban Heruin hat auch mehrere Aspekte von Balance und Ausgewogenheit. Zum einen bildet Alban Heruin die Mitte zwischen der Zeit des zunehmenden Lichts und der Zeit des abnehmenden Lichts, im übertragenen Sinne zwischen den Kräften des Wachstums und des Abnehmens. Zum anderen wird die Kraft der Sonne (= maskulines Prinzip) ebenso gefeiert wie die Fruchtbarkeit, die Erdenergie (= feminines Prinzip). Alles muss im Gleichgewicht bleiben. Das Leben gehört zum Sterben dazu und umgekehrt.




Quelle: Leider unbekannt