Waldgeflüster

Freitag, 27. Mai 2011

Handfasting


Handfasting Dougal und Eona


Eine naturreligiöse Hochzeit:
Das Handfasting/ Hexenhochzeit
"Glaube, Hoffnung, Liebe" diese drei - aber die Liebe ist die Größte unter ihnen.
Immer wieder kommen junge Paare auf mich zu und bitten um einen "Segen" oder ein "Ritual" für Ihre Vermählung. Da viele dieser Paare (meist aus Geld-, oder Glaubensgründen) aus der Kirche ausgetreten sind, kommt eine kirchliche Trauung für sie nicht in Frage. Sie wollen aber auf eine Hochzeitszeremonie nicht verzichten. Meine Auffassung zu dem Thema ist, dass die Liebe über allem steht und JEDEM liebenden Herz die Möglichkeit gegeben werden sollte, vermählt zu werden. Mein Weg um dieses zu ermöglichen ist der des Handfastings/ Hexenhochzeit.


Was ist ein Handfasting/ eine Hexenhochzeit? 
Der Begriff Handfasting hat seinen Ursprung im mittelalterlichen Großbritannien und meinte ursprünglich die Bekräftigung des Ehevertrages zwischen zwei Familien durch Handschlag. Bei besagtem Handfasting gaben sich ursprünglich also nicht Braut und Bräutigam, sondern tatsächlich Bräutigam und ein Vertreter der Familie der Braut, zumeist der Brautvater zur Bestätigung der verhandelten Morgengabe die Hand.
Die spätere neuheidnische Praxis des Handfastings hat ihren Ursprung dagegen in schottischem Volksbrauchtum bei dem es üblich war, dass die Kleidung der Eheleute miteinander verknotet wurde oder beiden Ehepartner mit Leder- oder Stoffbändern die rechten Hände zusammengeknotet wurden, eine Praxis, die wohl entweder aus materieller Armut entstand, da viele Familien sich keine Ringe leisten konnten, oder aber tatsächlich auf vorchristliche Tradition zurückzuführen ist.
Im Mittelalter war in Schottland für eine gesetzlich anerkannte Ehe bis zur Reformation keine kirchliche Trauung durch einen Priester notwendig, es genügte das Eheversprechen und der Vollzug der Ehe in der Hochzeitsnacht. Trauzeugen waren nur nötig, um die Gültigkeit der Ehe vor Gesetz besser beweisen zu können, allerdings war die Sprechung von Segen für die Ehe und die Hochzeitsnacht üblich. (Quelle: Wikipedia)
Ich bin bemüht, möglichst viele alte, überlieferte Traditionen in das Handfasting mit einfließen zu lassen. So gibt es z. B den Besensprung, der als erste "gemeinsame Handlung" nach der Trauung zeigen soll, dass alle Hürden fortan gemeinsam genommen werden. Ich lasse diesen Sprung gerne mit zusammengebundenen Händen machen, weil es gar nicht so leicht ist, mit Kleid und nur einer Hand zu springen. Die Partner müssen sich gegenseitig helfen - so wie es auch in der Ehe später sein soll.


Ich unterscheide 2 verschiedene Zeremonien:
- Die eine ist eine rein keltische Zeremonie. Es handelt sich hier um die Verbindung für 1 Jahr und 1 Tag „auf Probe“ (meistens am 1. August durchgeführt).
- Die andere Variante ist keltisch- Hexisch und gilt solange die Liebe eben andauert.
Die beiden Varianten unterscheiden sich eigentlich nur in der Dauer der Ehen. Die rein keltische dauert 1 Jahr und 1 Tag an und kann danach einfach gelöst werden. Die alten Kelten verstanden dies als Ehe auf Probe damit sich die Paare wirklich sicher gehen konnten, auch den richtigen Partner gefunden zu haben.
Die keltisch- Hexische Variante hält solange die Liebe eben andauert. Diese Variante wird oft von Paaren bevorzugt, die schon ein oder mehrere "Probe-Ehen" hinter sich haben und sich jetzt zeitlos binden wollen oder einfach von Paaren die sich von Anfang an sicher sind, DEN Partner gefunden zu haben.
Meine Zeremonien sind IMMER individuell auf die Paare zugeschnitten, haben aber auch IMMER einen spirituellen/ keltischen Hintergrund. Sie sind immer ernstzunehmende Zeremonien, die viel Platz bieten um die Vorstellungen und Wünsche der Paare mit einfließen zu lassen. Zusätzlich zu der Dauer des Eheversprechens gibt es noch 2 zusätzliche Punkte die varriert werden können:


Die geplante Zeremonie. 
Hier kann alles gemeinsam geplant, besprochen und abgesprochen werden. In der Regel wird der Termin ein halbes Jahr vor der eigentlichen Zeremonie abgestimmt. Erfahrungsgemäß reichen 4-6 Treffen um alles zu planen.


Die spontane Zeremonie 
Bietet sich als Überraschungen an . Hier wird ALLES von mir geplant und nur mit einem Teil des Paares abgesprochen. Der Termin kann ganz spontan angefragt und oftmals dann schon wenige Stunden später durchgeführt werden.
Bei beiden Zeremonie ist es mir wichtig, darauf zu achten, dass das Paar im Mittelpunkt steht. Jeder Gast, darf sich- wenn er möchte- gerne einbringen (je nach Art der Zeremonie geplant oder in kurzer Absprache mit mir). So kann die Feier für alle ein unvergessliches Erlebnis werden die lange in Erinnerung bleibt.
Ein Handfasting/ Hexenhochzeit kann eine schlichte Hochzeitszeremonie sein, aber auch eine große Feier mit 100 Menschen.
Ich verheirate grundsätzlich im keltischen Glauben als freie Hexe habe , aber dank meines Mannes die Möglichkeit die Zeremonie auf Wunsch auch mit anderen Elementen zu bereichern:
So kann das Ritual zusätzlich mit einem Druiden gemeinsam abgehalten werden.
Liebe ist stärker als alles andere und kennt keine Regeln und keine Grenzen!
Und daher ist bei mir fast alles machbar und möglich.


Was kostet das ganze?
Zu meinem Honorar:
In früheren Zeiten war es üblich dass die Schamanen oder die Hexen für ihr Tun und ihre Arbeit bezahlt wurden. Dieses konnte durch Lebensmittel oder Tiere geschehen, die zur damaligen Zeit einen hohen Wert besaßen.
Menschen in unterschiedlichen Lagen und Bereichen zu unterstützen, sie durch die Jahreszeiten, Probleme und Phasen hinein, hindurch und hinaus zu begleiten, sehe ich als einer meiner wichtigsten Aufgaben an. Ich verlange für meine Kurse, Beratungen und andere Tätigkeiten (Taufen, Handfasting, Lebensberatungen, Rituale, Kartenlegen, Haus-Reinigungen...) kein Geld.


Ich sehe meine Hexenarbeit als eine Weitergabe von Traditionen an. Ich sehe mich selbst in dieser Tradition und es liegt mir am Herzen dieses Wissen, welches ich selbst einmal geschenkt bekommen habe weiterzugeben. Und so etwas sollte kein Geld kosten.
Aber zu einem (!) Apfel oder einer Erdbeere oder einer Brombeere oder einem Stein oder oder oder sage auch ich nicht nein ;) - damit die Tradition gewahrt wird