Waldgeflüster

Montag, 21. März 2011

Ostara, Frühlingsäquinox


Frühlingsgöttin
Das Wasser des letzten Schnees unter den Füßen,
  wandere ich den Fluss entlang.
Tief atme ich die erste warme Luft.
Der Blick in den Himmel zeigt unendliche Weite blau.
Überall kreuzen kleine Rinnsale den Weg.
Jetzt muss der Winter endlich weichen!
Die Sonne spiegelt sich glitzernd auf jeder Pfütze.
Das erste junge Grün kämpft sich
  aus dem grade vom Schnee befreiten Boden.
Schneeglöckchen, hellgrün und strahlend weiß
  leuchten sie aus dem dunklen Braun der Erde
  und dem Grau des alten Schnees.
Frühlingsgöttin
Mit jedem Schritt im Sonnenschein heiße ich Dich willkommen.
Die Vögel zwitschern um die Wette.
Auch sie begrüßen Dich.
Du bringst ihnen neue Wärme und neue Nahrung.
An jeder Stelle spüre ich jetzt das neue Leben sprießen.
Die Vögel tragen Hochzeitskleid und bauen neue Nester.
Zugvögel sind zurückgekehrt von weiter Reise.
Jeder Baum trägt dicke Knospen, nur darauf wartend,
  endlich wieder in üppigem Grün zu leuchten.
Frühlingsgöttin
Mit jedem Atemzug spüre ich, dass Du endlich da bist.
Ich atme tief Deine neue Kraft ein.
Meine Sinne scheinen neu erwacht, wie die Natur neu erwacht ist.
Ich spüre Deine Wärme auf der Haut.
Ich sehen Knospen, Schneeglöckchen, erste kleine Triebe.
Ich höre die Vögel den Frühling besingen.
Ich genieße den Geruch der Erde, der bis jetzt vom Schnee bedeckt war.
Frühlingsgöttin
Mit großer Freude,
  sei willkommen!

(c) by Jasra