Waldgeflüster

Mittwoch, 19. Januar 2011

Magische Orte- Sövenpölle / Spöllberg

Wir werden am Wochenende folgenden Ort besuchen: 

Grabhügel im Gebiet der "Söven Pölle" in Getelo - Bild: GBiU

Ursprünglich standen hier etwa 150 Grabhügel. Sie entstanden in der Bronzezeit vor etwa 3000 bis 5000 Jahren. Unter jedem Grabhügel waren mehrere Verstorbene in Urnen beerdigt. Die Toten wurden damals verbrannt. Die Asche wurde in Gefäße aus Ton gefüllt und unter den Hügeln beigesetzt. Oft bekamen die Verstorbenen in anderen Gefäßen auch noch Speisen, Waffen oder Haushaltsgeräte mit ins Grab.

Grabhügel in Uelsen in der Nähe des Bronzezeithofes - Bild: GBiU

Bronzezeithof Uelsen
Von den 150 Grabstellen sind heute nur noch 9 erhalten. Auch in Uelsen, am Spöllberg in Gölenkamp oder an den "Neegen Bargen" in Hardingen findet man noch solche Hügelgräber.

Der goldene Becher von Gölenkamp

Im Februar des Jahres 1840 wollte der Bauer Pamann am Spöllberg in Gölenkamp Sand holen. Den Sand brauchte er für seinen Schafstall. Da stieß sein Spaten plötzlich auf etwas Hartes. Neugierig schaute Bauer Pamann nach. Da glitzerte doch was?
Tatsächlich, ein  glänzender Becher kam zum Vorschein. Zunächst wusste der Bauer nicht, dass er etwas sehr Wertvolles gefunden hatte. Deshalb verkaufte er den Becher für wenig Geld an einen Viehhändler aus Uelsen. Doch bald stellte sich heraus: Dieser Becher ist aus Gold.
Er wiegt 277 g und ist 11,5 cm hoch. Am Boden hat er einen Durchmesser von 6 cm, der sich bis auf 15 cm erweitert. Sein Alter wird auf etwa 3500 Jahre geschätzt.
Man nimmt heute an, dass er einem Toten als Beigabe mit ins Grab gelegt wurde. Damals wurden die Verstorbenen verbrannt. Die Asche füllte man in Urnen aus Ton. Neben diese Urnen stellte man Nahrungsmittel und manchmal Gegenstände, die dem Toten auf der Reise ins Jenseits helfen sollten.