Waldgeflüster

Montag, 25. September 2017

Fenni als Moon Mother und das Womb Blessing

An diesem Wochenende wurde überall auf der Welt Mabon gefeiert. Eigentlich wollten wir dieses ja an den Externsteinen feiern, doch manchmal kommt es anders als man denkt. 
So bin ich meinem inneren Ruf gefolgt und bin nach Frankfurt gereist um von der wundervollen Miranda Grey zur Level 1 Moon Mother ausgebildet zu werden. Für mich eine große Ehre und Freude, da ich ihre Arbeit schon seit 1994 verfolge und einfach davon fasziniert bin, wie sie Frauen über die ganze Welt verbindet. 
Im August 2017 umfasst die Womb Blessing Familie bereits mehr als 160.000 Frauen in 150 Ländern weltweit.
Was ist denn genau ein Womb Blessing?
Wie funktioniert die Gebärmuttersegnung?
Die Gebärmuttersegnung ist wie eine Initiation, wo Energie zu dir gechannelt wird.
Meine Rolle als „Channel“ (Kanal) ist sehr klein: Ich bin nur das Zentrum des Netzes, das alle Frauen in der Segnung mit der Göttlich-Weiblichen Schwingung und untereinander verbindet:
In diesen Verbindungen werden wir gegenseitig zum Kanal für uns. Das bedeutet, dass mehr Energie durch uns, in uns, in das Land und in die Welt strömen kann. Je mehr Frauen Teil dieser Familie / des Netzes werden, umso mehr Energie fliesst durch das Netz zu uns allen. Das bedeutet, dass jede Frau einen bedeutsamen Platz in der Segnung einnimmt.

Der Womb Tree (by Miranda Gray)
Jeder kann sich mit der Energie des Göttlich-Weiblichen verbinden, doch diese Initiation ist ein Prozess, der dich direkt mit der Heilenergie der Göttin und ihrer Präsenz verbindet und deine Verbindung mit ihr vertieft: Viele Frauen fühlen, dass durch die Segnung sowohl ihr Gewahrsein der Göttin auf blüht, als auch das Gewahrsein ihrer Energien in ihnen und in ihren Gebärmüttern.

(Quelle www.wombblessing.com)

Ihr seid Neugierig geworden? Dann möchte ich euch einladen, zu einer kostenlosen Gebärmutter-Fern-Segungs-Einstimmung am 5. Oktober 2017
zu vier verschiedenen Zeiten, um alle Weltzeitzonen zu berücksichtigen.

Die Segnung ist für alle Frauen, ob sie eine Gebärmutter haben oder nicht, ob sie ihre Mondzeit (Menstruation) noch haben oder in den Wechseljahren sind. Die einzige Bedingung ist folgende: Junge Mädchen müssen ihre erste Mondzeit gehabt haben um die Energie empfangen zu können.

5 Gründe, im Otkober am weltweiten Womb Blessing teilzunehmen?

Das weltweite Womb Blessing am 5. Otkober weckt und heilt unsere sexuellen Energien und die Energien der mütterlichen Urform.
Das Empfangen deines Blessings wird dir helfen:
1. alle vier deiner weiblichen sexuellen Energien zu erwecken und genießen zu können

2. Sex in ein leidenschaftliches, liebevolles, verspieltes und mystisches Heiligtum zurück zu verwandeln


3. dich sexuell selbstbewusst zu fühlen und im Einklang mit deinem Körper und seinen Zyklen zu leben


4. die Beziehung zu deiner Mutter zu heilen und all deine Gefühle bezüglich Mütterlichkeit 


5. dich der „Heiligen Mutter“ näher zu bringen und dich ihrer Liebe und Führung für dein Leben zu öffnen

Hier könnt ihr euch anmelden: http://www.mirandagray.co.uk/register.html

Im weiteren Verlauf des Jahres ist geplant, dass ich im speziellen auch persönliche Womb Healings und Womb Blessings gebe und zu den Word Wide Womb Blessings Frauenabende veranstalte in denen gemeinsam das Womb Blessing empfangen wird. Gerne könnt ihr im Anschluss danach auch das Womb Healing persönlich von mir empfangen. Sprecht mich einfach an.

Ich wurde im gleichen Atemzug übrigens auch offizielle Repräsentantin für die Grafschaft Bentheim. Eine große Ehre für mich. Aber auch wenn ihr aus anderen Orten auf der ganzen Welt kommt, freue ich mich darauf, euch ein Womb Blessing/ Womb Healing zu geben. 

Wenn ihr noch Fragen habt, könnt ihr mich jederzeit anschreiben :)

Blessed be!


Jetzt bin ich auch eine Moon Mother - Danke Miranda Gray


Sonntag, 10. September 2017

Mabon 2017 - Wie ein Stein so sollten wir sein



 September! Ehrlich? Als ich auf den Kalender gesehen habe, habe ich gedacht, ich träume. Aber ich träume nicht. Es ist wirklich schon wieder Herbst. Das Jahr ist schon fast wieder vorbei. Wo ist es nur geblieben?? Husch Husch weg war es.
Aber noch ist es nicht vorbei. Und im September feiern wir erst einmal Mabon – die Herbst Tag und Nachtgleiche oder auch Erntedank. Am 22. September ist es soweit. Wir werden dieses Mabon ausnahmsweise nicht in Stonehenge feiern, sondern bei den Externsteinen.
Ich liebe diese Steine und sie passen wunderbar zu Mabon. Es geht an Mabon nämlich um eine sehr tiefe Erdverbundenheit und somit natürlich auch um das Gestein auf Mutter Erde.
Mir ist dazu ein Gedanke gekommen. Als ich letzte Woche mit unserem Freund aus Freiburg an den Steinen war um sie ihm zu zeigen, kam mir ein Gedanke, den ich gerne mit euch teilen möchte.

Steine
… man kann über sie stolpern,
Gewalttätige benutzen sie gerne als Waffe
Architekten bauen mit ihnen
die Kinder spielen mit ihnen
Künstler formten aus ihnen die schönsten Skulpturen…

In all den Fällen unterscheidet sich nicht der Stein, sondern der Mensch der mit dem Stein etwas macht. Der Stein bleibt über Jahrtausende immer der Stein… Aber die Menschen die mit ihm etwas machen, ändern sich.

Ich saß also auf der Wiese vor den Externsteinen und sah die Steine an. Diese alten Steine. Wunderschön anzusehen. Es waren 2 Schulklassen vor Ort und die Kinder kletterten auf die Steine und lachten und erzählten. Ich fragte mich, wie viele Menschen schon auf diesen Steinen waren, sie angefasst haben, ihnen ihr Leid geklagt haben. Wofür wurden die Steine verwendet? Als Kraftort? Als Ort der Muse für Dichter? Als Schutz für Liebende? Als Schutz vor Angreifern? Als Ort zum Brüten für Vögel, Mäuse, Echsen?
Es mag so viele Möglichkeiten geben wie Sterne am Himmel. Die Steine aber waren immer sie selbst. Geduldig haben sie alle Besucher Willkommen geheißen und jedes Lebewesen sie selbst sein lassen.
An Mabon geht es genau um das. Erdverbundenheit, geerdet sein. Als ich die Steine so ansah, wurde ich nachdenklich. Wie geerdet bin ich eigentlich im Moment? Bin ich noch der schützende, stärkende Ort für andere Menschen und natürlich auch für mich selbst? Wie stark stehe ich mit beiden Beinen auf dem Boden? Als was werde ich verwendet? Und was halte ich davon?

Diese Gedanken erinnerten mich an eine Schamanische Reise, die ich vor vielen Jahren einmal gemacht habe. Ich fühlte mich als Baum. Als ein starker fester Baum. Tief verwurzelt mit meinen Ahnen und der Heimatlichen Erde. Fast hätte ich all das vergessen, habe mich zu sehr von der Welt zerstreuen lassen. Es ist Zeit mich wieder zu erden! Wieder eins zu werden mit mir. Mit der Erde die mich trägt und mit den Wurzeln die mich nähren.

An Mabon werden wir an den Externsteinen ein Ritual abhalten. Und eine unserer Fragen wird sein:

Welche Wurzeln nähren Deine Seele? Wie viel Stein ist in Dir?

Könnt ihr diese Frage für euch beantworten? 

Wir wünschen euch einen geerdeten Herbst

Blessed be!! 

Sonntag, 11. Juni 2017

Litha 2017 - Trauer ist der Preis für Liebe




Sommersonnenwende - Mittsommer 
Nun die Sonne soll vollenden
Ihre längste, schönste Bahn,
Wie sie zögert, sich zu wenden
Nach dem stillen Ozean!
Ihrer Göttin Jugendneige
Fühlt die ahnende Natur,
Und mir dünkt, bedeutsam schweige
Rings die abendliche Flur. 

Nur die Wachtel, die sonst immer
Frühe schmälend weckt den Tag,
Schlägt dem überwachten Schimmer
Jetzt noch einen Weckeschlag;
Und die Lerche steigt im Singen
Hochauf aus dem duft'gen Tal,
Einen Blick noch zu erschwingen
In den schon versunknen Strahl.

von Ludwig Uhland (1787-1862)

Ist es nicht herrlich draußen? Schaut nicht so auf meine Füße. Ich laufe um diese Jahreszeit immer Barfuß. Nur so spürt man, dass der Boden schön warm ist und lebt. Bei jedem Schritt wird einem bewusst, dass es Sommer ist. Spürt ihr die warme Luft auf eurer Haut? Spürt ihr den Wind der die Kirschen im Baum tanzen lässt? Ist es nicht herrlich? Die ersten Glühwürmchen tanzen abends in den Lüften und verzaubern die Welt. Unwirklich erscheint sie mir dann. In einer Welt in der Hektik und Stress an der Tagesordnung sind… in der Qualität regiert … da tanzen Glühwürmchen. Es kommt mir dann wie eine ganz eigene Zauberwelt vor. Aber so geht es mir nicht allein. Schon William Shakespeare hat sich von
dieser Jahreszeit inspirieren lassen. Kennt ihr den „Mittsommernachtstraum“ von ihm? Mit den Feen und Elfen und Puk? Nein? Dann kann ich euch dieses Werk wirklich empfehlen. Es wird euch zum lachen bringen aber auch an manchen Stellen nachdenklich stimmen.
Nachdenklich stimmen… das erinnert mich an etwas. Bald ist ja schon wieder Litha. Alban Hefin wie die Druiden sagen. Die Sommersonnenwende. So weit ist das Jahr schon wieder fortgeschritten. Haben wir nicht eben noch das zurückkehrende Licht gefeiert? Und jetzt? Jetzt sollen die Tage schon wieder kürzer werden? Jetzt schon? Die Zeit vergeht so schnell. Ich habe letzte Woche einen Spruch gelesen, der mich nachdenklich gestimmt hat und auch an diese Zeit erinnert hat.

Trauer ist der Preis den wir für Liebe zahlen müssen.

In ihm steckt so viel wahres. So sehr ich den Frühling und Sommer auch liebe, um so wehleidiger werde ich, wenn der Herbst wieder naht und wenn die Tage wieder kürzer werden. Nur wer wirklich liebt, kann so etwas wie Trauer überhaupt empfinden. Wenn mir die Jahreszeiten egal sind, so wird mir auch der Wechsel in die dunkle Jahreszeit nicht schwer fallen. Natürlich werde ich den Übergang spüren, aber es wird mich nicht melancholisch machen. Ja, aber warum liebt man denn dann? Wenn es einem am Ende nur Schmerz bringt? Das habt ihr treffend gefragt. Nun, ich kann nur von mir aus sprechen. Ich liebe gern. Ich liebe das Leben, mein Leben und alles was dazu gehört. Ich liebe die Natur mit ihren kleinen und großen Wundern. Ja, ich liebe. Und zwar im vollem Bewusstsein, dass dazu auch Schmerz und Trauer gehört. Natürlich wäre mein Leben einfacher, wenn es keinen Schmerz und keine Dunkelheit geben würde. Aber ich finde, es gehört einfach dazu. Was wäre denn ein Frühling, wenn man die Farben nicht zu schätzen wüsste? Die Gerüche? Was wäre der Sommer, wenn man an einem Getreidefeld einfach so vorbeigehen würde ohne innezuhalten und den wahren Reichtum zu erkennen? Was wäre die Liebe zu einem Mann, wenn man Oberflächlich fühlen würde? Es wäre nur halb gelebt. Und so wie man nicht halb leben kann (entweder ganz oder gar nicht), kann man auch den Jahreskreis nicht halb haben. Licht und Dunkel… Sommer und Winter… alles kommt und geht und muss im Einklang bleiben. Auch Trauer und Liebe. Und so wird auch dieser Sommer einmal vergehen. Das ist der Preis den wir für die Liebe zahlen müssen. Aber wir können uns sicher sein, dass der nächste Frühling schon auf uns wartet. Und noch ist Sommer. Ihr solltet jetzt nicht vor dem PC sitzen. Geht raus. Liebt! Genießt die Natur. Legt euch ins Gras und schaut den Wolken zu. Setzt euch an einen kühlen Bach und taucht eure Füße hinein. Beobachtet die Glühwürmchen. Liebt mit allen Sinnen!



Und wenn am 21.06 die längste Nacht anbricht, so geht hinaus und sammelt 9 Kräuter. Bindet euch daraus ein
Sträußchen und legt ihn in der Mittsommernacht unter euer Kopfkissen. Schafft euch eine Erinnerung an den Sommer. Sammelt Johannsikraut, Beifuß, Nachtkerze, Königskerze, Blutwurz, Nelkenwurz, Fieberklee, Ginster und Rainfarn und trocknet die Kräuter und bindet daraus Sträuße. Sie werden euch gut durch die nahende Dunkelheit führen. Gerade das Johanniskraut in der Mittsommernacht gepflückt hat eine enorme Kraft. Aber vorsicht! Man sollte es vermeiden in dieser Nacht auf Johanniskraut zu treten. Das macht den Elfenkönig und sein Gefolge wütend und man wird für ein Jahr und einen Tag ins Elfenreicht entführt. Und streut man sich Sporen des Rainfarns über den Körper, soll man sogar unsichtbar werden. So machen es angeblich die Elfen. Woher ich das weiß? Na sie haben es mir in der letzten Mittsommernacht zugeflüstert.
Es ist Sommer! Genießt ihn! Auch ich werde am 21.06 ums Feuer tanzen und so viel Sommer tanken wie ich kann. Natürlich werde ich mit den Feen und Elfen tanzen und feiern und den ein oder anderen Hollundertrunk zu mir nehmen. Wer weiß, was sie mir zu fortgeschrittener Stunde dann wieder erzählen. Ich werde es euch ganz genau Berichten :) Versprochen

Blessed be! 
Eure Hexe

Montag, 20. März 2017

Ostara 2017 - Pflanze Deine Träume

Achje, schon wieder ist viel Zeit vergangen. Wir haben viel zu lange nichts voneinander gehört. Aber seid euch gewiss, der Druide und die Hexe sind aus ihrem Winterschlaf erwacht und sind geschäftig wie zur Zeit auch die Bauern auf den Feldern. Natürlich sind wir keine Großgrundbesitzer. Aber unsere eigenen Felder - in uns selbst- müssen im Moment bestellt werden. Wir sind mit ackern, pflügen, säen und dergleichen beschäftigt.
Wisst ihr, dass ich es sogar als Wohltat empfinde, nach den langen, dunklen Wintermonaten wieder aktiv werden zu können? Viel zu lange habe ich im Dunkel gesessen und mich ausgeruht, mir eine Pause von der Hitze des Sommers genommen und bin in mich gegangen. Jetzt im Frühling, der ja heute zu uns zurück gekommen ist, wird es wieder Zeit sich zu erheben, tieeeeef durchzuatmen und sich wieder selbst zu aktivieren. Und wisst ihr was? Es tut gut, sich selbst wieder zu spüren. Seinen Körper wieder aktiv zu erleben, die Muskeln nach getaner Arbeit zu spüren. Zu spüren, wie das Leben zurückkehrt.

Und es ist eine schöne Zeit. Nach Imbolc und dem ersten Frühjahrsputz des Jahres sind nun, nach unserem Haus auch wir selbst dran.
Unser Haus haben wir ja zu Imbolc schon ausgeräuchert, von bösen Geistern vertrieben und gereinigt.Viele nennen Imbolc auch den ersten Frühjahrsputz. Jetzt sind wir dran. Jetzt ist unser eigener Frühjahrsputz dran.

Wenn ich mich mit Menschen in meinem Umfeld unterhalte, dann merke ich immer wieder, dass sie eigentlich noch gar nicht bereit sind, aus der Dunkelheit wieder in den Frühling zu kommen. Zu sehr genießen sie die Ruhe und die sanfte Umarmung des Winters.

Natürlich hat es seinen Reiz weiterhin in der Ruhe zu leben und sich eingemummelt in Kuscheldecken zu verstecken. Aber ist es wirklich das, was Leben ist? Wie hätten unsere Ahnen überlebt, wenn sie einfach im Frühling im Haus geblieben wären und ihre Felder nicht bestellt hätten? Natürlich könnt ihr jetzt sagen, dass wir ja keine Bauern mehr sind und keine Felder mehr zu bestellen haben... aber ich möchte euch sagen, dass sich der Gedanke auch in der heutigen Zeit noch übertragen lässt. Wenn wir nämlich von unseren eigenen Feldern- damit meine ich die "inneren Felder" ausgehen, dann erschrecken wir oftmals, wie lange wir unsere Felder nicht mehr besucht oder gar bearbeitet haben. Sie liegen brach.
Na klar. Es ist auch einfacher, sich mit Problem-Feldern nicht zu beschäftigen. Sie einfach in Vergessenheit geraten zu lassen. Aber es sind dennoch unsere Felder... unsere Sorgen. Die Felder sind trist, dunkel und trübe. Und natürlich besucht in der kommenden Jahreszeit niemand so ein Feld gerne. Natürlich macht man bei den Spaziergängen im Sommer einen weiten Bogen um sie.

Es liegt also an uns, aus diesen Feldern wieder etwas schönes zu machen. Und dafür müssen wir aktiv werden. Wenn uns das Feld und die Probleme zu groß erscheinen, dann lasst uns versuchen, jeden Tag wenigstens ein kleines bißchen zu bearbeiten. Stück für Stück, Schritt für Schritt. Wenn wir dann merken, dass wir trotzdem nicht weiter kommen, dann lasst uns Hilfe suchen. Früher halfen sich die Bauern auch gegenseitig, weil sie um die harte Arbeit auf den Feldern kannten. Und ich bin mir sicher, solche Menschen gibt es auch in eurem Umfeld.

Es ist Frühling! Geht auf eure Felder und schaut. Was habt ihr für Felder in euch? Wie müssen diese bearbeitet werden? Habt ihr einen "Bepflanzungsplan"? Also einen Plan der euch sagt, wann ihr welches Feld machen wollt?Was braucht ihr für "Gerätschaften" um aus eurem dunklen, tristen Acker wieder ein lebendiges Areal zu erschaffen?
Mit was wollt ihr euer Feld bepflanzen? Mit Mut? Hoffnung? Kraft? Mit bunten, kraftvollen Blumen? Mit Liebe?
Und was ist mit euren Träumen? Welche Träume habt ihr im Winter für euch erkannt? Und ist es nicht einen Versuch wert, diese Träume auf eines eurer Felder zu pflanzen? Lasst euch überraschen, ob und wie eure Träume gedeihen.

Wir im Traumreich-Wald glauben übrigens, dass gerade jetzt zu Ostara alles voller Elfen und Trolle ist. Noch rechnen die Menschen nicht mit ihnen und sie bleiben unerkannt. Überall wo die Elfen landen, werden später die buntesten Sommerblumen blühen. Und dort, wo die Trolle und Kobolde Rast machen, werden kleine junge Bäume aus der Erde wachsen. :)

In diesem Sinne wünschen wir euch einen schönen Start in den Frühling!

Vergesst nicht, eure Träume zu pflanzen! :)
Blessed be!!




Mittwoch, 22. Februar 2017

Frühlingsspaziergang


Wer jetzt mit offenen Augen durch die Welt geht, der wird die großen und kleinen Wunder der Natur erleben. Seien es die Weidenkätzchen oder ersten Schneeglöckchen die mutig ihre Köpfchen durch die Erde drücken und sich ihren Weg ins Leben zurückkämpfen, oder einfach die ersten Vögel die am Morgen wieder ihr Lied anstimmen. Für mich ist es eine wahrhaft magische Zeit.
Als Kind verbrachte ich viel Zeit in der Natur und auch heute noch spüre ich, wie sie mich magisch anzieht. Natürlich besuche ich vor allem meine Wälder. Als kleines Mädchen dachte ich immer, dass der Wald eine riesengroße Kirche ist. Ich habe hinauf gesehen in die Wipfel und habe mir vorgestellt, dass sie das Dach bilden.  Das ein umgestürzter Baum der Altar wäre...
Versucht es einmal... geht mit offenen Augen eines Kindes durch den Wald und ihr werdet mit Sicherheit auch eure ganz eigene Kirche finden. Dabei ist es egal, an welchen Gott, Göttin oder Götter ihr glaubt. Darum geht es nicht. Es geht um die heiligen magischen Orte die schon unsere Ahnen kannten und verehrten. Magische Haine... Magische Tempel mitten in der Natur...



Diese ganz besondere Zeit des Erwachens verbinde ich gerne mit einem Gedicht, welches ich euch natürlich nicht vorenthalten möchte:

Es ist der Wald wie eine Kirche
drum geh mit Andacht Du hinein,
dort singen Vöglein frohe Lieder,
mit Deinem Gott bist Du allein!

Dort findest Du Dome, weite Hallen,
doch auch Kapellen, groß und klein,
drin laden moosbedeckte Bänke
zur stillen Andacht freundlich ein.

Da schau Dich um ringsum im Kreise,
wo stolz die Waldriesen stehn,
Du wirst die Allmacht Deines Gottes
an jedem Baum und Strauche sehn!

Du wirst verstehen der Bäume Lispeln
der Vöglein Stimmen rings umher,
es liegt im Wald ein tiefer Zauber,
er stärkt das Herz, wenn es Dir schwer.

So wenn ein Leid Du willst vergessen,
ja selbst erflehen eine Gnad,
geh nur hinein in des Waldes Mitten,
Du findest stets den rechten Pfad.

Es stehen die Tore allzeit offen
Zu Deinem Dom im duftigen Hain,
kannst weinen, beten dort und hoffen,
und auch vergessen...
Tritt nur ein!

Georg Ludwig Friedrich Wilhlem Graf zu Münster (1776-1844)


Montag, 30. Januar 2017

Imbolc - die Zeit der Heilung

Auch wenn im Moment noch alles grau und trübe ist, so können wir doch schon die ersten Rückkehrversuche der Natur spüren. Das Feuer kehrt zurück. Und es bringt Licht ins Dunkel. Zu lange war es dunkel und wir haben vielleicht Dinge nicht gesehen, die wir hätten früher sehen müssen.
So hat es uns tief getroffen, dass letzte Woche über einen „Druiden“ berichtet wurde, der verhaftet wurde, weil er im Netz zu Mord und Verfolgung von Juden und Ausländern aufgerufen hat. Auf Facebook waren deutliche Aussagen von ihm in diese Richtung zu lesen. Ich möchte einen seiner Facebook Posts zitieren: „Wir benötigen eine Säuberungsaktion stalinistischen Ausmaßes“.

Das hat uns tief erschüttert! Eigentlich wollte der Traumreich Wald nie über Politik schreiben. Aber dennoch möchten wir uns klar und deutlich von diesem Menschen distanzieren!

Druiden…
Jetzt sind sie im Kreuzfeuer der Presse und natürlich auch der Menschen angekommen und mitten im Visier. Schon jetzt werden Stimmen laut, die alle Heiden und spirituell arbeitenden Menschen über einen Kamm scheren und behaupten, dass die rechte Keule zum Grund-Gedankengut dieser Glaubensrichtungen gehört. Nicht zuletzt häuften sich die Vorfälle wie an Silvester bei den Externsteinen (Irminsul mit Rechtsradikalen Farben und eindeutigen Zeichen wurden dort platziert) oder jetzt eben die Verhaftung dieses „Druiden“.
Ich schüttle den Kopf. Ich bin unendlich traurig und Fassungslos. Ilfur geht es ähnlich. Man kann sagen, wir stehen beide unter einer Art Schock. Es geht um Druiden. Es geht um eine Lebenseinstellung die Ilfur schon seit über 20 Jahren lebt.

Imbolc,… die Zeit der Heilung?
Ich habe diese Woche viel über die Worte des „Druid Prayer“ nachgedacht.

Gewährt uns, oh Vater Himmel und Mutter Erde, Euren Schutz.
Und in diesem Schutz Stärke
und in dieser Stärke Verständnis
und in diesem Verständnis Wissen
und in diesem Wissen das Wissen um Gerechtigkeit
und in dem Wissen um Gerechtigkeit die Liebe zu ihr
und in den Liebe zur Gerechtigkeit die Liebe zu allem Lebendigen
und in der Liebe zu allem Lebendigen die Liebe zu Vater Himmel und Mutter Erde
und zu allem Guten.
Awen.

Es gibt so viele Versionen dieses Gebetes welches auch vom obersten Druiden Orden- dem OBOD jedem Druiden beigebracht wird. In diesem Gebet geht es um die Säulen, die ein aufrichtiges Leben haben sollte.

Auch wenn es viele Versionen gibt, so ist doch die Aussage im Text des Gebetes klar und eindeutig. Worte wie Wissen, Gerechtigkeit, Wahrheit, Liebe und Verständnis kommen in diesem Gebet vor … das sind doch eigentlich ganz klare und unmissverständliche Aussagen.
Eigentlich. Doch in einer Welt die an Chaos jeden Tag zunimmt scheinen sie zu verschwimmen und an Bedeutung zu verlieren. Oder verlernen wir nur ihre Bedeutung? Nehmen wir einmal diese beiden: Wahrheit und Gerechtigkeit. Sind nicht gerade sie im Moment so extrem Wichtig für diese Welt? Aber woher wissen wir, was die Wahrheit einer Situation ist? Das fragt ihr zu Recht. Und genau hier kommt das Wissen dazu. Es gibt zu viele Wahrheiten, zu viele Halbwahrheiten. Bei quasi jeder Berichterstattung werden Dinge weggelassen oder hinzugefügt und zack hat man 100 verschiedene Meinungen die alle für sich behaupten im Recht zu sein. Sie könnten unterschiedlicher nicht sein. Ich schmeiße mal Worte wie „Lügenpresse“ oder „Hetzkampagnen“ in den Raum.

Wisst ihr, was ich so oft denke? Wenn wir wirklich spirituell arbeiten, dann müssten wir doch ein inneres Wissen darüber haben, was die Wahrheit ist und was eine Lüge ist. Wenn wir zweifeln, müssen wir tiefer in uns gehen und daran arbeiten. Was ist mit Gerechtigkeit? Schaue ich mich um, entdecke ich nicht allzu viel Gerechtigkeit auf dieser Welt. Wir sollten klarstellen, dass auf jedem Weg den wir gehen, bei jedem Gedanken den wir denken, Gerechtigkeit gelebt wird. Und schon bin ich beim nächsten Wort. Schutz. Denn ist das, was wir eigentlich leben sollten, nicht wert, dass wir es beschützen? Mit unserem Handeln, Denken und Tun? Ich meine ja! Vielleicht wäre die Gefahr von „komischen Gedanken kontaminiert“ zu werden dann nicht mehr zu groß.

Wissen. Das Wissen ist etwas, was über Jahre hinweg in uns wächst. Viele von uns, die ganz tief in sich gehen, wissen, dass wir ein inneres Wissen – eine innere Stimme haben, die uns begleitet und als guter Ratgeber dienen kann. Damit meine ich das tiefe Wissen um Gerechtigkeit, Wahrheit und auch Liebe welches uns von Geburt an mitgegeben wurde.

Liebe. Liebe ist unendlich wichtig. Denn was in Liebe wächst, kann nicht schlecht sein.
Wenn wir jetzt alle 5 Wörter noch einmal aufreihen, egal in welcher Reihenfolge, dann ist es eine starke, heilende Aussage!

Die aufmerksamen Leser unter euch haben gemerkt, dass ich das Wort „Verständnis“ ausgelassen habe. Für mich kommen alle anderen Aspekte in dem Wort Verständnis zusammen. Denn nur wenn wir Liebe, Wissen, Wahrheit Gerechtigkeit VERSTEHEN wie sie in ihren Grundfesten gemeint sind, können wir so leben, wie die Druiden vor langer Zeit. Nämlich in Wissen, Gerechtigkeit, Wahrheit, Liebe und Verständnis für alles und jeden!
Wir sollten uns wieder mehr auf diese Werte konzentrieren. Heute, morgen und alle Zeit. Wir können die Heilung sein.

Imbolc ist das Fest der Heilung! Fangen wir jetzt damit an!


Deep peace to you!
Deep peace of the running waves to you!
Deep peace of the flowing air to you!
Deep peace of the quiet earth to you!
Deep peace of the shining stars to you!

(Irischer Imbolc Segen)

Freitag, 13. Januar 2017

Wassail - die alten Pfade gehen


Going old Ways… „Wassail“


Ohweh! Jetzt haben wir doch glatt alles verschlafen… Yule, das neue Jahr einfach alles. Es ist ja schon wieder mitten im Januar. Aber so ist das eben, wenn der alte Druide und seine Hexe sich zum Winterschlaf in ihren Traumreich- Wald zurückziehen. Aber macht euch keine Sorgen, uns geht es sehr gut. Wir genießen die Zeit in unserem dunklen Wald. Aber so dunkel ist er gar nicht mehr. Fällt euch auf, dass die Tage jetzt jeden Tag schon wieder länger werden? Seit der Wintersonnenwende ist die Helligkeit schon wieder 22 Minuten länger jeden Tag bei uns. So schnell geht das.

Nun, ihr habt mich wissen lassen, dass ihr traurig darüber seid, dass ich euch keine Geschichte zum neuen Jahr erzählt habe. Das tut mir von ganzem Herzen leid. Die alte Hexe hat einfach geschlafen. Aber ich habe heute etwas ganz schönes für euch. Denn natürlich kennen wir Hexen auch Feste, die fast vergessen sind und die nur noch von ganz wenigen Leuten gefeiert werden. Und genau so ein Fest wird bald gefeiert. Auch bei uns im Traumreich-Wald.

Wusstet ihr, dass die Druiden auch eine Art „Weihnachten“ feiern? Jetzt sagt ihr bestimmt, dass sie das doch bestimmt schon gefeiert haben,… aber das ist nicht richtig. Sie feiern es noch.
Um euch von diesem Fest zu erzählen, muss ich ein wenig ausholen.
Ich habe durch meine Eulen erfahren, dass letzte Woche wieder Sternsinger unterwegs waren. Ihr wisst schon. Kinder als die drei heiligen aus dem Morgenland verkleidet die euch gute Wünsche für das neue Jahr bringen und mit ihren Kürzeln eure Häuser segnen. Wusstet ihr denn, dass dieser Brauch gar kein Christlicher ist? Nein? Dann war meine Vermutung richtig und euch wird meine Geschichte (die eigentlich eine wahre Tatsache ist) gefallen. :)

Der Brauch ist viiiiel älter als das Christentum. Aber Häuser mit Kreide anzumalen, das kannten die Menschen damals noch nicht. Der Brauch hieß auch nicht immer Sternensingen, sondern „Wassail“. Es handelt sich hier um einen sehr alten überlieferten Brauch der Baum-Segnungen. Das Wort „Wassail“ kommt aus dem Alt Englischen für „waes hael“ was so viel bedeutet wie „bleib gesund“. Googelt ihr danach, werdet ihr schnell fündig, dass auch ein Getränk aus Cider so genannt wird. Und auch dieses Getränk spielt bei unserem Segen eine wichtige Rolle.
„Wassail“ wird traditionell in der „12. Nacht“ gefeiert. Viele feiern das Wassail daher schon am 6. Januar. Nach altem Kalender am 17. Januar. Es ist das erste keltische Fest im Jahr. Allerdings ein nur noch wenig bekanntes. Das muss man zugeben. Es ist die Zeit, wenn der an Mitwinter geborene Gott ein junger Mann wird und die Göttin wieder zum jungen Mädchen wird. Eine Zeit des Wachsens und Werdens. Eine Zeit, in der vieles erwacht und wieder in seine Kraft kommt. Auch die Natur.

Die Arbeit mit Bäumen und der Natur im allgemeinen war schon seit jeher wichtiges Augenmerk der Druiden. Und so kam es auch, dass die Druiden in der heiligen 12. Nacht in die Wälder und auf die Wiesen zogen und die Bäume sanft aufweckten und sie segneten. Gerade die Apfelbäume lagen hier in ihrem besonderen Augenmerk. So kommt es auch, dass noch heute vornehmend die „Orchards“ also die kleinen Ansammlungen von Obstbäumen gesegnet werden. Warum ausgerechnet die Apfelbäume? Das fragt ihr euch? Nun, die Antwort ist einfach. Neben der Eiche ist der Apfelbaum einer der wichtigsten und magischsten Bäume der Druiden. Wenn ihr mit offenen Augen durch die Natur geht, dann erkennt ihr sehr viele Misteln an den Apfelbäumen. Sie sind magische Bäume. Denkt mal an Merlins Insel oder Avalon. Beides sind „Apfelinseln“. Der Apfel ist Sinnbild für das Leben. Auch für unser eigenes. Die Bäume, die Lebensspender, gelten daher als Heilig.
Und so kommt es, dass die Druiden damals (wie heute) auszogen, und ihre Bäume besuchten. (kommen daher die Neujahrsbesuche die im Norden Deutschlands noch immer fester Brauch sind? Man besucht sich und wünscht sich alles Gute für das neue Jahr). Der älteste Baum wird aufgesucht und zum Hüter der anderen Apfelbäume ernannt. Er ist ab sofort der neue „Holy Tree“ im Orchard. Ihm werden Lieder gesungen und es wird um ihn herum getanzt.

Übrigens hat sich dieses Tanzen in den vielen Jahren sogar bei uns erhalten. Früher wurden den „Morris Dancern“ Schellen an die Füße gebunden und durch Rhythmisches Springen sollten sie die Bäume leichter aufwecken. Noch heute sieht man in der Fastnacht oft Maskenträger mit Schellen an den Beinen die den traditionellen Morisken-Tanz aufführen. Diese Morris Dancers waren ursprünglich diejenigen, die von Haus zu Haus zogen und Schabernack trieben um die bösen geister zu verjagen. Na gut- und um den ungeliebten Nachbarn einen Schrecken einzutreiben. Manche Stimmen sagen, dass die Krampusse auch aus diesem Brauch kommen. Denn die Morris Dancers sind oftmals Schwarz geschminkt und tragen Kostüme die weder Mensch noch Tier ähneln. Aber ich schweife ab. Vielleicht erzähle ich euch nächstes Mal noch mehr darüber.

In dieser Nacht- am 17. Januar gehen also die Druiden in die Wälder oder auf die Felder und wecken die Bäume sanft auf. (In Bayern machen die Bauern das übrigens an Lichtmess- Imbolc). Sie wünschen ihnen viel Kraft für eine gute Ernte und beten für sie. Bitten um Segen. Der letzte Apfel der letzten Ernte hängt dabei immer noch am Baum, denn es brachte Unglück diesen abzunehmen. Es war die erste Gabe und Rückzugsort für den neuen „Holy green Men“. Viele der Druiden bringen auch Cider in weißen Ahornschalen (den traditionellen Wassail-Bowls“) mit und gießen damit die Erde. Sie geben der Natur ein wenig davon zurück, was sie über den Winter gebracht hat. Sie teilen ihre Kraft mit Mutter Erde und machen sich so klar, dass nur eine gute Ernte auch Leben bringt. In so vielerlei Hinsicht.


Ich möchte euch heute den Text dieses Segens beibringen. Vielleicht habt ihr auch Lust auf alten Spuren zu gehen und am 17. Januar hinaus zu den Bäumen zu gehen um die Bäume sanft aufzuwecken und für sie Beten und um Segen bitten. Wenn ihr das ganze Ritual haben möchtet, dann schickt mir einfach eure Eule zu mir und ich werde es ihr gerne für euch mitgeben. (E-Mail).

„Liebe und Freude mögen zu euch kommen,
und auch zu eurer Segnung;
Und die Götter mögen euch segnen
und euch durch ein neues Jahr begleiten.

Guter Herr und gute Herrin,
während ihr am Feuer sitzt,
denkt bitte an eure Kinder- die Bäume
und an das, was sie hervorbringen.

Blessed be, Blessed be, Blessed be! „


Dieses Lied gibt es in verschiedenen Varianten. Ich habe hier das genommen, welches wir von unserem Druiden-Orden bekommen haben :)

Übrigens sagt man, dass die Druiden in dieser Nacht mit ihren Klingen der Sicheln gegen die noch übrigen Misteln geschlagen haben – ganz behutsam natürlich. Es soll dann ein Ton zu hören sein, der wahrlich magisch ist und euch in Trance bringen kann. :)

Wir wünschen euch eine magische „Wassail-Nacht“


Dienstag, 13. Dezember 2016

Engel – Phantasiewesen oder versteckte Botschafter?


Hoppla. Jetzt war meine Rabenfeder ganz schön eingestaubt. Viel zu lange war ich nicht mehr hier um euch eine Geschichte zu erzählen. Es gab sehr viel zu tun im Traumreichwald. Aber keine Sorge, vergessen haben wir euch nicht. Und natürlich habe ich – kurz vor Yule- auch wieder etwas spannendes zu erzählen für euch.
Viel gab es zu tun, ohja. Und ich war viel unterwegs. Als ich in den Geschäften unterwegs war, sind mir überall neben rot gekleideten Odins die hier jetzt mittlerweile Weihnachtsmänner genannt werden (was ist nur aus der guten alten Zeit geworden??) auch seine kleinen Helferlein aufgefallen. Nein- ich meine nicht die Weihnachtselfen- dass es die gibt weiß doch jedes Kind. Ich meine die kleinen Engel.
Typischer Weihnachtsengel
Diese kleinen wunderschön und friedlich schauenden Wesen im Weißen Kleid mit Lichterkranz auf dem Kopf. Als ich diese Wesen so ansah, erinnerte es mich sofort an den heutigen Tag. Heute ist der 13. Dezember. Der ganz alte Kalendarische Winterbeginn und der Luzientag/ Lucientag.
Was ist dieser Luzientag? Das wollt ihr wissen? Nun, fragt man die Weisen Gelehrten sagen sie einem folgendes: Lucia leitet sich ab vom lateinischen Wort Lux, das "Licht" bedeutet. Lucia ist also die "Lichtvolle". Die Heilige Lucia wurde 286 unserer Zeitrechnung in Sizilien geboren und starb 304 unserer Zeitrechnung als Märtyrerin. Besonders populär ist die Heilige Lucia in Italien und das bekannte Volkslied "Santa Lucia" ist ihr gewidmet. Ihr Festtag ist der 13. Dezember. Bis zur Gregorianischen Kalenderreform fiel ihr Festtag im übrigen auf die Wintersonnenwende, dem dunkelsten Tag des Jahres, den die Heilige Lucia mit ihrem Lichte erhellte. In Schweden wird die Luciennacht als Mittwinter gefeiert. Das älteste Mädchen einer Familie bekommt ein weißes Kleid und als Kopfschmuck einen Preißelbeerkranz. Sie weckt alle anderen und bringt das Frühstück ans Bett. Der Lucientag gehört zu den sogenannten Lostagen und ist mit den Wetterorakeln verbunden. Die Heilige Lucia gilt aber auch als Krankheitspatron.
Wie der Luzienkult aus Sizilien, nach Skandinavien gelangt ist, wissen die
Die Lucia
Gelehrten auch nicht genau. Aber jedenfalls scheint es ein willkommener Deckmantel für ältere, im dunklen Norden beheimatete Lichtfrauen zu sein. Denn soviel steht fest. An diesem Lucientag bringt Luzia das Licht zurück in die Welt.
Und schaut sie euch einmal genauer an. Sieht sie nicht aus, wie die typischen Engels-Darstellungen? Die Mädchen mit weißem Kleid, Goldenem Lichtkranz auf dem Kopf... manchmal auch mit Kerze in der Hand... Sind sie Engel oder kleine Luzia Abbildungen?
Sind die Engel eigentlich somit vielleicht gar keine Engelchen sondern eigentlich kleine Heidnische Überbringer der Wintersonnenwende? Als Erinnerung an eine längst vergessene Zeit...Und wer ist das Christkind? Ist es die kleine Lucia die das den Menschen das Licht wieder schenkt? Wir werden es wohl nie zu 100% erfahren.
Engel oder Lucia? Man weiß es nicht

Und ich glaube, das ist auch gar nicht wichtig. Das wichtigste ist, dass heute in Skandinavien wieder viele Gottesdienste gefeiert werden, in denen junge Mädchen feierlich das Licht zurück in die Gemeinden und somit auch in die Welt bringen. Die Welt feiert den Winterbeginn und die Rückkehr des Lichts nach altem Brauch. Und das hat sich auf viele verschiedene Arten und Weisen durch all die neuen Zeiten gerettet. Wunderschön, findet ihr nicht? 

So meine Lieben, jetzt habt ihr wieder etwas zum Nachdenken für euren langen Rückweg durch unseren Traumreichwald. Wir wünschen euch noch eine schöne Rest-Yule-Zeit und ganz egal wie ihr es feiert - eine schöne Weihnachtszeit, ein friedliches Yule oder einfach eine wunderschöne und friedliche Zeit im Kreise eurer Familie. 

Blessed be!!

 

Sonntag, 30. Oktober 2016

Samhain 2016 - Was wäre wenn...

Vergänglichkeit im Herbst


Als ich gestern spazieren ging, überkam mich beim Anblick der vielen jetzt ausgeblühten und sterbenden Blumen, Pflanzen und Bäume ein Gedanke.
Was wäre wenn,...
Der Auslöser war ein ganz einfacher: Ich sah einen Komposthaufen voller abgeschnittener Schnittblumen. Und ich dachte bei mir, dass die Vergänglichkeit der Pflanzen in diesem Fall bedeutet, dass sie irgendwann die Erde düngen werden - als Kompost.
Meine Gedanken gingen weiter. Die Blumen die im Sommer so schön geblüht haben und uns Sauerstoff geschenkt haben. Sie bereichern unsere Welt jedes Jahr aufs Neue. Doch ist das wirklich so?
Kann es nicht vielmehr so sein, dass wir den Blumen und Pflanzen unterliegen? Dass eigentlich sie es sind, die uns meilenweit voraus sind?
Die Blumen und Pflanzen und Bäume produzieren für uns Sauerstoff, sie sollen uns erfreuen und sie düngen unsere Erde - so lernen wir es... aber ist das wirklich so?
Ist es nicht vielmehr so, dass wir ihren Sauerstoff "klauen" und am Ende sind doch wir es, die die Pflanzen düngen... wenn wir nach unserem Ableben in die Erde kommen und selbst zu "Dung" werden...
Die Pflanzen kommen nach dem Winter wieder, wachsen wieder... und was bleibt von uns übrig, wenn wir sterben?
Was wäre, wenn wir einzig und allein für die Pflanzen und Bäume da wären und nicht um unseres Willen? Was wäre wenn das unser Zweck im Leben wäre...

In diesem Sinne wünsche ich euch ein nachdenkliches Samhain