Waldgeflüster

Donnerstag, 11. Oktober 2018

Womb Blessing August 2018


Hier ein paar Eindrücke unseres letzten Womb Blessings. 
Es war ein toller Tag mit 3 Gruppen! 
Es waren sehr bewegende, tiefgehende Momente voller Dankbarkeit und Kraft.
Ich danke allen für ihr Vertrauen und freue mich 
auf viele weitere Momente, in denen ich euch helfen darf, 
wieder in eure ganz eigene Kraft und euere ursprüngliche 
Weibliche Kraft zu kommen.

Blessed be! 






Möchtet ihr auch einmal an einem World Wide Womb Blessing teilnehmen? Gerne lade ich euch zu mir ein. Natürlich gibt es an diesem Tag auch weltweit andere Gruppen :) Wir Moonies sind für euch da!
Möchtet ihr dabei sein?
Dann meldet euch unter www.wombblessing.com an :)


Am 24.10.2018 ist das nächste Worldwide Womb Blessing:


Samhain - Das Feld des Lebens





Ach wie habe ich das vermisst. In unserem Traumreich-Wald zu sitzen und mich mit euch zu unterhalten. Schön dass ihr noch da seid. Und Kalt ist es geworden. Kommt näher. Das Feuer brennt und läd euch ein zu verweilen. Hier, in unserem Geleit steht ihr am Rande der Zeit. Hier wird euch nichts passieren.

Ja, kalt ist es geworden. Das Jahresrad dreht sich unaufhörlich weiter. Samhain naht. Und ich weiß nicht, ob ihr es auch spürt, aber in letzter Zeit spürt man deutlich, dass die dunkle Jahreszeit anbricht. Einige von euch sprechen von einem Portal dass sich geöffnet hat. Ein alles-transformierendes Portal. Andere sprechen von einer unschönen Sternenverbindung. Eine Unheilbringende.

Und irgendwas ist tatsächlich komisch. Es "passiert" so vieles um uns herum. Krankheiten, Tod, Streitereien, Unheil. Man könnte meinen, dass diese Zeit verhext ist. Und tatsächlich glauben nicht nur wir das. Schon seit vielen tausenden von Jahren begann zu dieser Zeit die Herrschaft der Ceridwen. Der dunklen Hexe und Göttin. Sie ist bekannt dafür, dass sie uns in ihren Kessel wirft und ordentlich durchwirbelt. Sie ordnet alles neu.
Alles, was in unserem Leben als sicher galt und uns vielleicht sogar Halt gegeben hat und uns gehalten hat ist anders... oder es ist gar nicht mehr. Alles wird neu von ihr geordnet. Es fühlt sich an, als würde die dunkle Alte mit ihrer Sichel durch die Felder schreiten und unwillkürlich den einen oder anderen "schneiden"... Ein Muster ist nicht zu erkennen. Fakt ist aber, dass ihr Weg nicht immer der leichteste ist. Und verstehen kann man ihn sowieso schon mal gar nicht.
Gerade in den letzten Wochen erlebte ich mit euch sehr harte Schicksale. Immer bewegten sie mich und brachten mich zum Nachdenken. Auch wenn ich weiß, dass Ceridwens Zeit angebrochen ist, und dass sie uns in ihren Kessel wirft um uns und unser Leben neu zu ordnen, ist es oftmals nicht leicht, mit alledem umzugehen. Nicht nur ein Mal habe ich mich nach dem "Warum" gefragt. Eine Antwort habe ich vergeblich gesucht. Oder?
Oftmals habe ich die Antwort von ihr bekommen, wusste sie aber nicht zu deuten. Verstand sie erst viel viel später. Und am Ende war eines immer gleich: "Ich verstand ihren Weg".
Aber wisst ihr was wirklich schwer ist? Ihren Weg zu ertragen. Ich weiß das. Und ich verstehe jeden Schmerz den ihr im Moment mit euch tragt.
Auf dem Feld des Lebens wird gesät, geerntet, gewässert, gepflügt... es ist ein immer währender Kreis. Der Kreis unseres Lebens.
Bei allem was euch im Moment bedrückt, schaut einmal auf euer ganz eigenes Feld zurück. Was habt ihr schon alles ernten dürfen? Und damit meine ich nicht nur die großen Geschenke. Schaut euch einmal die kleinen Ernten an. Schaut euch die Dinge an, die ihr erst auf dem zweiten Blick erkennt.
Ich bin mir sicher, wenn ihr darüber nachdenkt, dann erkennt ihr, wie viel euer Feld des Lebens schon getragen hat. Und nur weil jetzt eine "dürre" in euer Leben kommt, heißt es nicht, dass euer Feld versiegen wird.
Auch wenn es schwer fällt und es oft keinen Ausweg zu geben scheint, bitte ich euch: VERTRAUT!
Euch selbst. Der ursprünglichen Kraft in euch. Vertraut eurem Körper. Vertraut eurem Gefühl. Vertraut euch!
Denn so wie die Bauern oftmals ganz tief in sich gehen müssen um ihr Feld im Einklang mit der Natur zu bewirtschaften, so müssen wir auch immer wieder ganz genau in uns reinspüren um zu wissen, wann wir unser Feld wie bearbeiten müssen und wann es brach liegen sollte.
Ich glaube an euch! Und auch wenn die Zeit jetzt sehr schwarz ist, weiß ich, dass irgendwann das Licht wieder zu uns zurückkehren wird.
Und das verspreche ich euch!

Fühlt euch umarmt! Und Du Pia, ganz besonders!!!



Guten Abend, Gute Nacht,...

Guten Abend, Gute Nacht,...
Wer kennt das Lied nicht?
Ich kann mich gut daran erinnern, dass meine Mutter und auch meine Oma es mir immer vorsangen, wenn ich nicht schlafen konnte.
Dieses Lied hat mich getröstet und mir Ruhe und Frieden gegeben.
Es ist wunderschön. Doch ich habe mir den Text jetzt mal genauer angesehen:

Guten Abend, gut' Nacht,
mit Rosen bedacht,
mit Näglein besteckt,
schlupf unter die Deck.
Morgen früh, wenn Gott will,
wirst du wieder geweckt,
morgen früh, wenn Gott will,
wirst du wieder geweckt.
Guten Abend, gut' Nacht,
von Englein bewacht,
die zeigen im Traum
dir Christkindleins Baum.
Schlaf nun selig und süß,
schau im Traum's Paradies

Ich weiß nicht, wie es euch geht, aber bei der Stelle "... mit Näglein besteckt" stockt mir immer der Atem. Ja, wollen die denn das kleine Kind mit Nägeln festhämmern? So könnte man es doch fast meinen.
Nein. Die Erklärung ist viel einfacher und schöner- wie ich finde. Es geht darum, dass dem Kind zusätzlicher Schutz gegeben werden soll. Eigentlich müsste der Satz: "mit Nelken besteckt" heißen.... Nelken...
Natürlich! Warum bin ich da nicht gleich drauf gekommen?
Nelken gelten schon seit jener Zeit her als Heilmittel. Es wirkt wegen seiner Ätherischen Öle gegen Ungeziefer und allerhand Krankheitserreger.

Damals wurden also die Wiegen der Kinder oder ihre Körbchen mit Gewürznelken besteckt um den Kindern einen extra Schutz zu geben. Puh! Jetzt bin ich beruhigt und werde mit Sicherheit gut schlafen können. Ihr auch? Dann wünsche ich euch eine Gute Nacht...

Und Morgen früh, wenn der Wecker will, wirst auch Du wieder geweckt :)

Schlaft schön 

Das letzte Handfasting für dieses Jahr...




Wieder einmal durften wir ein Paar begleiten und feierten mit den beiden ein wunderschönes, tiefes Handfasting voller Spaß und Freude. Der Wunsch des Paares war dieses Mal ein ganz besonderer. Sie wünschten sich eine Zeremonie mit dem Motto: "Alles - aber bloß nicht romantisch" :)


Wir bedanken uns bei allen Paaren dieses Jahr für ihr Vertrauen und freuen uns auf viele Hochzeiten nächstes Jahr.


Sonntag, 8. Juli 2018

Die schwarzen Ritter des DSGVO

Hallo ihr lieben Wanderer,
was? Ihr habt den Weg in unseren Traumreich-Wald nicht mehr gefunden? Ja, verwirrende Zeiten herrschen. Die schwarzen Ritter des Ordens der DSGVO haben auch unser Reich erobert und herrschen jetzt mit starker Hand.
Aber wer wären wir, wenn wir uns so leicht unterdrücken lassen würden?
Und seht, wir sind wieder da.
Aber,...
Wir haben so viele Jahre friedlich mit euch allen in unserem Wald gelebt, euch als Gäste, Besucher, Freunde und Familie empfangen, gemeinsam gelacht, geweint, schwere Zeiten, fröhliche Zeiten und vieles miteinander geteilt und erlebt. Jetzt haben wir eine Bitte an euch:

Wir speichern von euch keine Daten. Das interessiert uns auch nicht.
Aber... wir haben viele Fotos aus vielen Jahren unserer Arbeit hier veröffentlicht. Und unsere Bitte ist folgende:

Bitte teilt uns mit, wenn wir eines der Bilder löschen sollen, weil ihr euch darauf erkannt habt. Wir werden dieses Bild dann umgehend löschen.
Geht bitte den friedvollen Weg und sprecht mit uns. :)

Vielen Dank!
Wir freuen uns, wieder hier zu sein!


Dienstag, 15. Mai 2018

Litha 2018 - Balance - das lehrt uns Litha


Litha lehrt uns das Prinzip der Ausgewogenheit

Auslöser war ein Trachtenstück aus vergangener Zeit. Meine Oma war zum traditionellen Erbsensuppen essen an Himmelfahrt zu besuch und ich zeigte ihr meinen neuen Schatz. Eine Erntehaube. Ein Geschenk von einer sehr lieben älteren Dame.
Die Augen meiner Oma wurden feucht und funkelten zugleich. „Dat is ja ne Flutterkapp“ sprach sie in ihrem Plattdeutsch. Dann erklärte sie mir ganz genau, wofür diese gebraucht wurde. Gegen die starke Sonne an den Erntetagen auf den Feldern. Dann kam der Satz, der natürlich kommen musste- ohja, wir alle kennen ihn und können ihn auch Nachts runterbeten wenn wir geweckt werden. „Früher war alles besser!“
Ich sah sie an und fragte: „Warum?“
Ohne nachzudenken sagte meine Oma: „Doar hebt de Löö noch metmekaa proat‘vandage geht alles automatisch. Man döt sein Wark und dat was‘t. Doar kans ja blos bij kapott goahn“. (Übersetzung: Da haben die Leute noch miteinander gesprochen. Heute geht alles automatisch. Jeder macht seine Arbeit und das war es. Da kann man ja nur bei Kaputt gehen!)
Ich dachte noch lange über ihre Worte nach und sie hat Recht.
So oft hat sie mir von der Ernte damals erzählt. Sie war ein richtig hartes Stück arbeit aber auch gesellig und schön. Es wurde schön gemacht. Mit Liedern die während des Heu wendens gesungen wurden oder den schönen Abenden mit „Trekkebühl“ (Akkordeon). Harte Realität und Arbeit und wunderschöne ausgleichende Aktivitäten darin. Balance…
Wenn ich aus dem Fenster sehe, sehe ich im Moment tatsächlich einen Bauern der sein Feld bestellt. Er fährt den neusten Trecker. Top modern. Auch wenn ich ein Bauernkind bin, kenne ich das Gefährt welches er hinten dran hat nicht einmal. Es scheint eine Mischung aus Pflug und Ausstreuer zu sein. Was auch immer. Beängstigendes Monster :) Der Bauer sitzt auf seinem Trecker. 6 Stunden lang. Er fährt und hat sein Handy am Ohr. Ab und zu. Ansonsten passt er auf, dass er alles richtig macht. Denn wenn es Abend wird, so möchte er noch auf 2 weitere Felder. Endlich ist es ja Abends länger hell und er kann mehr machen. So hat er es mir erzählt. Er scheint getrieben von innerer Unruhe.
Das ist Litha! Litha ist nicht nur Mittsommer sondern auch eine Zeit in der die Sonne uns vorgaukelt, dass die Kraft und die Power unermässlich sind. Zu schnell können wir unser Gemüt aber in dieser (inneren) Hitze versengen. Ein Ausgleich muss her.
Ich fragte einen sehr lieben Freund (absolut kein Träumer und bekennender Realist), was für ihn Balance sei. Seine Antwort kam klar und deutlich:
„Balance heißt ausgeglichen im Gleichgewicht zu sein. Wenn etwas in Balance ist, ist es ausgeglichen. Beispielsweise lässt sich negativer Stress ein Stück weit mit positivem Stress (z.B Sport) kompensieren.“
Ich fragte dann, woran er erkennt, dass er nicht mehr in der Balance ist.
Seine Antwort:
„Im positiven ist man überdreht. Das merkt man selber sicher eher nicht so. Aber dafür sein Umfeld. Wenn man ins negative Abdriftet, fühlt man sich am Boden (depressive Grundstimmung).“

Die Aussage dieses (im übrigen sehr lieben Freundes von uns) Realisten erinnerte mich an eine Aussage Friedrich Schillers: Suche nach Ruhe! Aber durch das Gleichgewicht, nicht durch den Stillstand Deiner Tätigkeit!
Dann stellte ich seine Aussage einer Aussage der Indianer entgegen, die ich aus einem Buch habe, welches mir ein sehr naher Mensch geschenkt hat. (Danke Ishi!!!)
Etwas grundsätzliches unterscheidet Indianisches Denken und Indianische Lebenshaltung von unserem Denken und unserer Einstellung zum Leben. Während für uns der Mensch der „Herr der Schöpfung“ ist, fühlt sich der Indianer als Teil der Erde. Führ ihn lebt die Schöpfung, sei es nun Erde, Wasser, Stein Pflanze, Tier oder Mensch. Deshalb ist das Verständnis der Indianer zur Schöpfung von einem Respekt bestimmt, den wir nicht (mehr) besitzen.
Die Aussage aus dem Buch war folgende:
„Wir müssen von Zeit zu Zeit eine Rast einlegen und warten, bis unn unsere Seelen wieder eingeholt haben. Nimm Dir Zeit den Himmel zu betrachten, suche Gestalten in den Wolken. Höhre das Wehen des Windes und berühre das kalte Wasser. Gehe mit leisen behutsamen Schritten…
Damals in alten Tagen brauchten wir die Zeit nicht. Wir richteten uns nach Anfang und Untergang der Sonne. Wir mussten uns niemals beeilen. Wir brauchten nie auf die Uhr zu blicken. Wir mussten nie zu einer bestimmten Zeit bei unserer Arbeit sein. Wir taten was getan werden musste wenn uns danach war. Aber wir achteten darauf, es zu tun, bevor der Tag zu Ende ging. Wir hatten mehr Zeit! Denn der Tag war noch ganz!
(Scott Eagle)

Stelle ich diese beiden Aussagen jetzt gegenüber sind sie sich gar nicht so unähnlich. Beide wissen darum, dass alles in Balance bleiben muss. Körper Geist und Seele. Die Kogi Krieger (Hüter der Erde haben sogar spezielle Höhlen dafür. Orte an denen der Körper wieder zu seinem Geiste und in seine Seele finden kann. Wie wunderbar!

Litha naht! Und mit diesem Fest auch das Gefühl, dass wir immer mehr immer weiter immer schneller und immer länger funktionieren müssen… Das ist die feurige Sonne des Sommers.
Aber wir sollten nicht vergessen, dass wir nicht nur mit der Sonne leben können. Wir brauchen auch die Abkühlung des Flusses, der Meere und der Regentropfen. Wir brauchen Balance und Ausgleich. Litha lehrt uns dieses Prinzip der Ausgeglichenheit und Ausgewogenheit.

Bitte schaut an Litha einmal, ob ihr noch in eurem ganz persönlichen Gleichgewicht seid. Wo habt ihr euren Geist und eure Seele vergessen? Seid ihr vielleicht auf der Überhohlspur und eure Seele hinkt träumend ein paar Kilometer hinter euch und wünscht sich, dass ihr innehaltet und wartet?

Was lehrt Litha euch über eure persönliche Ausgewogenheit?

Blessed be!

Handfasting Claudia und Frank 11.05.2018 in Cuxhafen

Am 11. Mai hatten wir die große Ehre ein ganz besonderes Handfasting im hohen Norden abhalten zu dürfen.
Unter drei sehr schönen Bäumen durften wir unseren Zeremonieplatz errichten und dann bei strahlendem Sonnenschein ein sehr romantisches, lustiges aber auch sehr tiefes Handfasting zelebrieren.
Es waren wunderschöne tiefe Momente die uns mit Sicherheit noch lange in Erinnerung bleiben werden.
Wir wünschen Claudia und Frank alles erdenklich Gute! Und... wir sehen uns in Wacken ;)








Moon Mother - Level 2

Voller Freude möchte ich euch verkünden, dass ich seit dem letzten Wochenende jetzt eine Level 2 Moon Mother bin :)
Wieder besuchte ich die wunderbare Miranda Gray in Frankfurt. Es war herrlich meinen "Tribe" (Kreis der Moon Mother) wieder um mich zu haben. Einige bekannte Moonies waren vor Ort aber auch andere Moon Mothers die ich schon sehr lange einmal kennenlernen wollte. Es waren tolle Herzliche Begegnungen und ein wunderbarer nährender Austausch.

Ab sofort biete ich neben den Frauenkreisen zum World Wide Womb Blessing auch folgendes an:

- Level 2 Womb Blessing (R)
- Level 2 Womb Healing
- Female Soul Healing
- The Gift - für Männer 

Ich freue mich darauf, euch etwas Gutes tun zu dürfen :)


Kreis der Mond Mütter

Altar

Womb Bowls

Moon Mother Leve 2 mit Miranda Gray

Im Kreise meiner Moon Mothers :)

Beltane 2018 - Einfach mal anders

Hallo ihr Lieben :)
Jetzt sind wir schon wieder mitten im Mai und der Druide und ich haben unseren Wald sträflich vernachlässigt. Aber es war auch einiges im Umbruch und wir mussten uns jeder für sich und dann schließlich auch gemeinsam neu orientieren. Jetzt ist aufgeräumt und wir können euch wieder an unserer kleinen magischen Welt teilhaben lassen :)
Die fleißigen Leser unter euch wissen, dass Beltane neben Samhain zu meinen absoluten Lieblingsfesten gehört. Jedes Jahr feiern wir die Vermählung der Maikönigin mit dem Gott der Jagd auf seine ganz eigene Weise. Dieses Jahr haben wir uns entschlossen, keine großen Rituale zu machen. Wir wollten alles entschleunigen und einfach ein ruhiges Beltane feiern. Entgegen der letzten Jahreskreisfeste haben wir zu keinem Ritual geladen. Wir haben für uns gefeiert. Aber dennoch nicht alleine.
Der Druide und ich beschlossen, unsere geliebten Externsteine zu besuchen. Beltane im Kreise dieser machtvollen Gesellen erschien uns traumhaft. Und schon so viele Jahre wollten wir dieses besondere Fest dort feiern.
Aber schon als wir Freunden davon erzählten kamen diverse Warnungen. Von betrunkenen Partyheiden sollte es dort wimmeln. Rechtsextremes "Pack" sollte sich dort umhertreiben. Ein riesiges Polizeiaufgebot sollte dort herrschen. Mit Zweifel im Herzen beschlossen wir, trotzdem unserem Trieb zu folgen und unsere Steine zu besuchen. Schlimmer als auf dem Hexentanzplatz (ich sage nur Hexen in Ringelsöckchen und Menderes) konnte es ja nicht werden.
Ich muss sagen, wir waren angenehm überrascht. Eine Handvoll Leute saß friedlich unter der alten Kastanie in der Nähe der Steine. Hier und da saßen ein paar Leute friedlich in der Sonne auf ihren Decken. Die Steine waren gut besucht- wie immer. Irgendwann traf dann tatsächlich Polizei und Security ein. Aber diese vermittelten viel mehr das Gefühl, dass sie selbst nicht so ganz wussten, was sie dort sollten.
Wir zelebrierten unser kleines Beltane Ritual für uns im Stillen und genossen mehr die Ruhe auf unserer Decke. Dicht aneinandergekuschelt strahlten wir mit der Sonne um die Wette. Als es langsam dämmerte, hörten wir den Herzschlag der Steine. Von überall her- rings aus den Wäldern und später alle versammelt in einem riesigen Kreis saßen magisch arbeitende Menschen und trommelten friedlich miteinander. Indianer neben Wiccas, Schamanen tanzten mit Kindern und Priesterinnen tauschten sich mit Lichtarbeitern aus. Es war herrlich! Von "saufgelagen" keine Spur! Schlägereien? Fehl am Platze! Die einzigen die ihre Machtspielchen machten, waren 2 Hunde der Gäste die sich aber in kürzester Zeit aneinander gewöhnten und dann friedlich miteinander spielten.
Es gab wundervolle Begegnungen und viele Interessante Gespräche. Ein Beltane wie ich es euch absolut empfehlen möchte!
Aber ich möchte gar nicht so viel erzählen. Ich weiß ja, dass ihr die Bilder viel mehr mögt :)




Ankommen

Räuchern



Saufgelage? Partyheiden? Wo denn nur?


Friedlich unter der Ygdrasil - hier eine Kastanie :)


Offenes Feuer war verboten. Kreativität wurde großgschrieben

ca. 80 Trommeln verschiedenster Art. Welch ein Herzschlag

Die Instrumente kamen wie aus dem Nichts zusammen. Hier sogar ein Kontrabass :)

Sonntag, 11. März 2018

Ostara 2018- Wenn das Eis schmilzt


Ostara 2018
Schmilzt das Eis im Herzen ist wieder Platz für die Begegnung mit mir selbst


Vereist sind Strom und Bäche
Hallo ihr Lieben,
spürt ihr es auch? Die Luft ist mittlerweile herrlich mild. Es fühlt sich nach dem harten Frost der letzten Wochen so an, als würden die Lebensgeister zurück kehren. Hier im Norden war der Frost so stark, dass unsere Kanäle zugefroren waren. Die Kinder spielten Eishockey und Sportler düsten mit ihren Schlittschuhen bis nach Holland. Es war schon sehr imposant. So dickes Eis. Und darunter schlief das Leben. Wunderschöne Farbspiele ergaben sich und das glitzernde Eis in der Sonne war einfach unbeschreiblich schön. Mit den ersten Sonnenstrahlen schmolz aber das Eis und es kam wieder Leben in die Kanäle und Flüsse. Plötzlich war wieder Platz für Enten und andere Wasservögel. Es schien, als ob sie nur darauf gewartet hätten, dass ihr Lebensraum wieder zurück kehrt.
In den letzten Monaten war auch mein Herz unter einer dicken Eisschicht versteckt. Der Winterschlaf meiner Seele gepaart mit tiefen Schmerzen von Vergangenem ließen mich auch wie erstarrt sein. Doch mit der Kraft der Sonne schmolz auch meine Eisschicht im und um mein Herz und ich spürte nach einer anfänglichen Leere wieder Platz für mich und die Begegnung mit mir selbst. Ich merkte, dass ich mich aus den Augen verloren hatte. Das Eis war schwer und ich nicht in der Lage mich zu rühren…Wer war ich noch gleich? Was hat zu meinem Seelenwinter geführt?
Was hätte ich anders machen können?
Durch Zufall las ich im Tao of Women etwas, was mich stutzen ließ. Das Tao te King ist dafür bekannt, dass es nach Taoistischer Lehre sehr sanftmütig und liebevoll ist. Doch dieser Text ließ mich nachdenken. Ich möchte ihn mit euch teilen:
Die Sonne bringt das Eis in unseren Herzen zum schmelzen
… wenn sie sich zu sehr anstrengt, verliert sie ihre Verbindung.
Wenn sie immer beschäftigt ist, hat sie keine Zeit übrig.
Wenn sie sich immer für andere einsetzt, vernachlässigt sie sich selbst.
Wenn sie sich nur über andere definiert, verliert sie ihre eigene Identität.
Die weise Frau bewässert zuerst ihren eigenen Garten.
Tao of Women

Uff! Es stimmt! Tatsächlich habe ich allen gegeben was noch von mir übrig war. Meine Winter-Reserven teilte ich zwischen allen auf, die etwas Kraft von mir wollten. Bis an meine eigenen Grenzen und darüber hinaus. Doch ist es nicht egoistisch jetzt erst einmal meinen eigenen Garten zu bewässern? Sollte ich nicht lieber für meine Familie sorgen? Die Antwort ist hart und doch klar! Nein!
Denn nur wenn ich meinen eigenen Garten als erstes bewässere, kann wieder das wachsen, was dringend benötigt wird um zu überleben. Nur wenn in meinem Garten das wächst, was ich sähe, dann kann ich andere damit und davon nähren. Nur dann habe ich genügend Ressourcen um Mutter und Frau zu sein. Es ist nicht egoistisch. Denn beim zweiten Hinsehen, ist es logisch und nichts anderes macht Sinn. Denn nur wenn ich geerdet bin und mit beiden Beinen fest auf der Erste stehe, kann ich der Baum sein, der alle nährt.
Die Feuerkraft kehrt zurück
Die milde Luft hat mich wach werden lassen und spüren lassen, dass ich noch lebe. Das in mir vieles wachsen möchte. Das mein Herz voller Feuer schlägt. Ostara! Zeit die Gärten zu wässern und auf das Kommende vorzubereiten. Zeit zu spüren, wer man wirklich ist. Zeit um zu sich selbst zu finden. Zeit um das eigene Feuer wieder auflodern zu lassen und zu nähren. Zeit meinen eigenen Garten zu bewässern. Zeit wieder ich selbst zu werden.

Ohja! Es ist Zeit. Vorbei ist der Seelenwinter! Es wird Frühling. Auch in mir. Ich komme langsam- Schritt für Schritt wieder in meine Feuerkraft. Ich habe neue Projekte und viele Handfasting Termine, wunderschöne Frauenkreise und Womb Healings. Und dafür bin ich dankbar! Ich bin gesegnet.

Und wie ist es bei euch? Habt ihr euren Seelenwinter gut hinter euch gebracht? Seit ihr schon bereit, euer Herz aus dem Eismantel zu befreien? Den Frühling in euch einziehen zu lassen? Das Feuer in euch wieder aufflammen zu lassen? Euren eigenen Garten zu bewässern?

Wir vom Traumreich wünschen euch ein gesegnetes Ostara

Blessed be!